Mittwoch, 18. März 2026

WdH 41 Von Eitorf nach Birlinghoven

 




Mi, 18.3.2025


WdH 41: Von Eitorf nach Birlinghoven


11:52 h, 48,6 km, 1152 hm Aufstieg, 1224 hm Abstieg 


Zusammenfassung: In der Nacht wache ich auf, als Wildschweine in der Nähe sind. Sie kommen so dicht, dass ich sie riechen kann und schemenhaft sehe. Bald ziehen sie weiter.

Zum Tagesanbruch, bin ich wieder unterwegs. In den Tälern hat es gefroren, aber ein wunderschöner, sonniger Tag bricht an. Auch heute ist der Natursteig Sieg ein wunderbares Wandererlebnis. Die Macher haben es tatsächlich geschafft, häufig Pfade und Erdwege miteinander zu verbinden, so dass man meistens auf naturnahen Wegen unterwegs ist. Die Landschaft mit ihren Bach Tälern und steilen Laubwald bedeckten Hängen ist wirklich sehenswert. Zwar sind Straßen und Orte nie weit entfernt, aber durch die Täler kriegt man davon nicht viel mit. Blankenberg mit Burg und Altstadt ist ein echter Höhepunkt hoch über der Sieg. Hier genehmige ich mir erst mal einen Kaffee und zwei Cookies. Erst später am Nachmittag gelange ich in das dicht besiedelte Gebiet um Siegburg. Ich kaufe ein, überquere die A3, und schlage schließlich mein Lager im Geistinger Wald auf.


Die Nacht wird Sternenklar und schön. Irgendwann werde ich wach, weil eine Gruppe Wildschweine unmittelbar in meiner Nähe vorbeikommt. Ich kann sie riechen und ihre Umrisse schemenhaft wahrnehmen. Dann sind sie auch schon weitergezogen.

Schon bald, nach meinem Aufbruch am frühen Morgen, führt mich ein Pfad durch den Laubwald abwärts zu einem hübschen Wiesental zwischen steilen Berghängen. Sehr schön!

Ein Pfad führt mich dann wieder aus dem Tal. Während es weiter unten in der Nacht gefroren hat, war es an meinem Lagerplatz relativ warm. Es ist tatsächlich wichtig, wo man sich eine Stelle zum Lagern auswählt. In den Talgründen ist es eher kalt und feucht. Obwohl es dort Wasser gibt, ist es sinnvoller sich irgendwo außerhalb von Tälern, wo sich die kalte Luft sammelt, einen Platz zu suchen und sich das benötigte Wasser lieber noch am Nachmittag irgendwo abzufüllen. Es dauert nicht lange und die Sonne geht auf, ein schöner Tag bricht an. Ein Reh, dem ich begegne, erschreckt sich so, dass es fast wie ein Schäferhund laut bellend Reißaus nimmt. Ansonsten rufen überall Rotkehlchen und Singdrosseln, man hört das Witwit von Kleibern. Sprich das Vogelkonzert des Frühlings ist im vollen Gang.

Schon bald kommt mir die erste Spaziergängerin mit zwei Hunden entgegen, die in der Nähe ihr Auto abgestellt hat. Ein Fahrweg führt entlang der Buchenwaldhänge weiter.

Bald befinde ich mich direkt oberhalb des Siegtals, von wo lauter Verkehrslärm nach oben schallt. Nichtsdestotrotz ist es hier sehr schön, mit vielen blühenden Hainbuchen, die zum Teil auch schon ihr Laub zeigen, sowie etlichen, dunkelgrünen Stechpalmen. 

Ein Reh läuft erst ein Stück parallel zu mir und stürmt dann den steilen Hang mit seinen Felsen scheinbar mühelos empor.

Ich laufe durch Merten mit seiner weißen Kirche und überquere die Sieg auf einer Brücke. Auf der anderen Flussseite geht es durch Bach, dann laufe ich ein Tal hoch, wo es einen Wiesenstreifen gibt und mächtige, bemooste Eichen, sowie auch starke Fichten. Das Krabat Tal, dem ich folge, gefällt mir wirklich ausnehmend gut!

Nachdem ich ein Stück an einer Straße entlang gelaufen bin, verlasse ich das Tal und laufe zunächst auf einem Erdweg bergauf im Wald.

Am Ortsrand von Süchterscheid gibt es eine nette Laube, die Wanderern gegen einen Wertschätzungsbetrag Getränke und eine Sitzgelegenheit anbietet. Das wird vom benachbarten Bio Betrieb bereitgestellt, die offenbar ebenfalls gerne wandern. Sehr nett!

Bald bin ich wieder im Wald, wo ich auf den orange kennzeichneten, Bergischen Weg stoße, der hier deckungsgleich mit dem Natursteig Sieg verläuft. Ein schöner Erdweg geht durch abwechslungsreichen Wald, indem es auch mächtige Buchen gibt. Außerdem Eichen, Hainbuchen und viel Ilex.

Ich gelange kurz aus dem Wald an ein paar Häusern vorbei, und laufe dann auf einem sehr schönen Pfad durch das Tal des Peschbachs, mit vielen Sträuchern, Erlen, Eschen und oberhalb auch kleinen Wiesenstücken.

Dann gelange ich zu dem hübschen Städtchen Blankenberg, komplett mit Burg, Altstadt und Stadtmauer. In der Alten Schule genehmige ich mir erst mal einen Kaffee und zwei Cookies. Frisch gestärkt geht es dann weiter. Inzwischen ist es so warm, dass ich im T-Shirt laufen kann. 

Auf dem Weg weiter nach Stein, sehe ich Bienen, die fleißig die Blüten des Lungenkrauts besuchen.

Durch offene Landschaft geht es weiter. Ich überquere die Sieg und folge dem Flusslauf dann einige Zeit, der hier abseits der Straßen verläuft und sehr schön ist.

Ein Pfad führt dann durch den Eichenwald sehr steil nach oben. Tatsächlich sind hier an einer Stelle sogar Stahlseile gespannt, die man aber nicht wirklich braucht. Schließlich gelange ich an eine Hütte und habe eine herrliche Aussicht über das Siegtal mit seinen Windungen und den vielen kleinen Ortschaften bis hin zu den Erhebungen des Siebengebirges. 

Über den Wäldern des Stachelbergs kreisen Bussarde und Rotmilane. Ich folge einem Bergkamm weiter und steige dann ein Stück weit ab.

Anschließend wandere ich auf einem Forstweg das Marksbachtal im Laubwald aufwärts. Schließlich führt ein Pfad steil hoch zum Dörfchen Honscheid. Ich erhalte einen Ausblick über die Wiesenlandschaft und wandere dann am Waldrand bergab, wo die roten Taubnesseln bereits blühen. 

Schließlich durchquere ich ein größeres Waldgebiet, wie so oft auf dem Natursteig Sieg, hauptsächlich auf Pfaden und unbefestigten Erdwegen. Die Macher dieses Weges haben sich wirklich Mühe gemacht, all diese schönen Wege miteinander zu verknüpfen. Ganz toll!

Schließlich überquere ich das erstaunlich breite Flüsschen Bröl, und wandere eine Zeit lang am Rand des Ortes Bröl durch das Tal.

Ein steiler Pfad führt mich durch den Wald auf eine Hochfläche, wo ich entlang von Wiesen wandere, über denen ein Turmfalke nach Mäusen Ausschau hält. Schließlich geht es wieder abwärts und dann wie immer hier, auf einem Pfad steil nach oben. An einem asphaltierten Weg stehen Fichten, die man in 5 m Höhe geköpft hat. So ist die Gefahr, dass sie auf die Straße kippen und Schaden anrichten minimiert. Gleichzeitig hat man ein bisschen Totholz erhalten. Keine schlechte Idee.

Weiter geht es durch die halboffene Landschaft oberhalb der Sieg mit Streuobstwiesen und Gebüschen. Hier blühen Wildkirschen und Schlehen schon. In einiger Entfernung sehe ich den Petersberg, wo ich morgen vorbei kommen werde. Im Wald, am Ortsrand von Seligenthal, sind die Buschwindröschen aufgeblüht. Weiter geht es auf einem schönen Pfad am Waldrand. In der Nähe der Klosterkirche Seligenthal steige ich schließlich wieder auf Fahrwegen hoch in den Laubwald. In dem Waldgebiet, in das ich jetzt gelange, laufe ich überwiegend auf Fahrwegen. Es gibt hier auch Kiefern. Bei dem schönen Wetter sind zahlreiche Menschen unterwegs, man merkt hier bereits die Nähe von Siegburg. 

Weiter geht es dann am Rand von Kaldauen durch den Wald. Hier gibt es auch Wohnblocks, nicht nur die schicken Häuser in den Dörfern. Für mich ist ganz klar, in der Regel wohnen die ärmeren Leute in der Stadt!

Ich überquere eine verkehrsreich e Straße und laufe auf einem Pfad durch den Hufwald, ein vielfältiges Waldgebiet mit Eichen, Kiefern, Birken und anderen Bäumen. Dann geht es in den städtischen Bereich von Deichhaus, aber ein Stück weit folge ich noch mal der Sieg.

Schließlich laufe ich durch Buisdorf, wo mir viel zu viel los ist. Ich kaufe beim Aldi ein, und trinke erst mal 1 l Milch. Außer meinen normalen Besorgungen kaufe ich mir auch Haferplätzchen, ein Plastikglas Erdnussbutter und eine Möhre. Ein Stück geht es weiter auf nervig verkehrsreichen Straßen, dann biege ich wieder auf den NST ab, der hier keinem anderen Wanderweg folgt.

Ich überquere die A 3 mit ihrem wahnsinnigen Verkehr und gelange in den Geistinger Wald. 

Hier schlage ich schließlich mein Cowboycamp zwischen Ilex und jungen Buchen auf, darüber eine ältere Eiche. 








































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