5.3.2026
WdH 28 Von Weimar zur Weidelsburg
11:47 h, 48,3 km, 1371 hm Aufstieg, 1190 hm Abstieg
Zusammenfassung: Als ich am Morgen den 578 m hohen Dörnberg mit den Helfensteinen erreiche, geht gerade der Vollmond unter und die Sonne auf Fantastische Stimmungen!
Weiter geht es meist auf Fußwegen durch die abwechslungsreiche Landschaft mit ihren steilen Vulkankuppen. Schließlich erreiche ich den Herkules, ein gewaltiges Baudenkmal hoch über Kassel, dasszum UNESCO Weltkulturerbe zählt!
Durch abwechslungsreichen Wald und an einem Bach entlang, an dem es sogar einen kleinen Wasserfall gibt, steige ich schließlich auf den Berg der Schauenburg, von der aber nichts mehr zu sehen ist. Während ich bis jetzt bereits zahlreiche Höhenmeter zurückgelegt habe, wird der Nachmittag etwas flacher. Einmal gelange ich an einen gesperrten Waldweg, wo Motorsägen heulen. Hier geht es nicht weiter, daher muss ich eine 3 km lange Alternative nehmen. Später geht es auch lange meist auf Graswegen durch die Feldflur, auch heute bei tollem Vorfrühlingswetter. Als es langsam dunkel wird, steige ich hoch zur Weidelsburg, wo ich in einer Nische mein Lager aufschlage. Mit über 48 km und fast 1400 Höhenmetern Aufstieg war das ein anstrengender Tag!
Schon in der Morgendämmerung bin ich wieder unterwegs. Ein Fahrweg führt mich durch den Buchenwald bergauf. Bald erscheinen oberhalb die dunklen Vulkanfelsen der Helfensteine. Hier gelange ich auf den insgesamt 85 Kilometer langen Habichtswaldsteig, dem ich ab jetzt folge. Hier gelange ich auf einen Pfad, der zunächst durch Gebüsch führt, und dann entlang von offenen Grasflächen rauf zum 578 m hohen Dörnberg. Hier oben hat es in der Nacht leicht gefroren. Die Aussicht mit Sonnenaufgang und Monduntergang ist fantastisch! Weiter geht es auf einem schmalen Pfad in den Buchenwald.
Als ich aus dem Wald gelange, folge ich zunächst einem Grasweg und dann asphaltierten Feldwegen durch die hügelige Landschaft. Der Blick schweift zurück zu den steilen Vulkankuppen. Ich überquere eine viel befahrene Straße und laufe bergauf Richtung Wald. Teilweise auf Graswegen geht es durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit Feldgehölzen. Als ich in den Wald gelange, folge ich einem Pfad am Rand der Igelsburg, einer markanten, steilen, vulkanischen Erhebung, die in früheren Zeiten wohl auch als Burg diente. Rotkehlchen und Drosseln singen, dazu erklingen die dumpfen Laute einer Hohltaube. Ich gelange an drei hölzerne Komposttoiletten des Naturparks Habichtswald. Das nenne ich eine gute Idee! Danach komme ich an eine Hütte, die am Rand des Silbersees steht, wo ehemals Basalt abgebaut wurde und die typischen quaderförmigen Säulen auftragen. Ein Stück weiter gelange ich an einigen mächtigen, eindrucksvollen Eichen vorbei. Weiter geht es durch schönen Laubwald am Rand eines Steinbruchs, wo ich zum ersten Mal in Hessen die weißen H-Markierungen sehe, mit denen Habitat Bäume gekennzeichnet werden, die nie gefällt werden sollen. Ob man allerdings ganz dünne Weiden, die sowieso keinen wirtschaftlichen Wert haben, mit einem H versehen soll, ist natürlich eine andere Frage. Eigentlich sollen alte Bäume, die einen wertvollen Lebensraum darstellen, so geschützt werden.
Dann geht es durch eine weitläufige Graslandschaft mit vielen einzelnen Büschen, die bestimmt von Schafen offen gehalten wird, hoch zum Herkules. Ein Stück folge ich noch einer Allee mit gewaltigen Eschen. Ein Eichhörnchen hüpft vor mir durch den Wald. Schließlich erreiche ich den Herkules, ein gewaltiges Baudenkmal, das teilweise eingerüstet ist, hoch über der Stadt Kassel. Der angrenzende Bergpark zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. An diesem Donnerstagmorgen ist hier noch nicht viel Betrieb, was aber normalerweise ganz anders ist!
Ein Pfad führt mich durch den Laubwald zu einer befahrenen Straße, die ich überquere.
Teilweise am Waldrand entlang, teilweise im Wald geht es zum Firnsbach, wo ich einem Fußweg abwärts folge. Am Bach fülle ich meine Flasche auf und passiere dunkle, Moosbedeckte Vulkanfelsen, die hier aus dem Buchenwald am Bach aufragen. Es gibt hier sogar einen kleinen Wasserfall. Schließlich gelange ich an einem Waldrand mit einigen beeindruckenden, mächtigen Eichen, die gerade erst von anderen Bäumen weitgehend freigestellt wurden. Ich folge dem sonnigen Waldrand weiter, leider schallt der Lärm der benachbarten Autobahn deutlicher rüber. Vor Hooft kreist ein Rotmilan. Ich laufe ein Stück durch den Ort und steige dann auf einem Pfad ziemlich steil zur Schauenburg hoch. An den Hängen wächst das unscheinbare Bingelkraut mit seinen grünlichen Blüten und weiter oben gedeihen noch Winterlinge mit ihren gelben Farben.
Beim Abstieg überquere ich eine Straße und passiere eine Biogasanlage. Zur Zeit ist ja in der Diskussion dem Erdgas Biogas verpflichtend beizumischen. Ich halte das für keine gute Lösung, weil es im Zweifelsfall Gasheizungen nur verteuert und der eigentliche Umstieg von Öl und Gas auf Wärmepumpen erfolgen muss. Das ist nun mal die nachhaltigste und zukünftig auch billigste Energieform!
Was die Förderung von Wärmepumpen angeht, ist es dringend notwendig, auf Festbeträge umzustellen. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass die prozentuale Förderung zu einem starken Anstieg der Heizungs- und Installationspreise geführt hat.
Weiter geht es am Waldrand entlang, wo auf der gegenüberliegenden Seite sich einige Windräder drehen und ein Dorf im Tal liegt.
Ich streife den Ortsrand von Breitenbach und folge dann einen Weg am Waldrand, der durch ein Naturschutzgebiet folgt, dass durch Wiesen und Gebüsche geprägt ist. Der Wald hier wird überwiegend von Buchen dominiert. Es gibt aber auch Eschen und Ahorne. An einem Bächlein fülle ich noch einmal meine Wasserflasche auf. Ich begegne einer älteren Dame, die mit ihrem Hund unterwegs ist. Sie fragt mich, ob es noch weit ist. Ich erzähle ihr, dass ich durch ganz Deutschland wandere. Sie sagt, dass sie das schön findet und dass sie auch die Spaziergänge mit ihrem Hund sehr genießt, der aber da er schon 15 ist, nicht mehr so richtig mobil ist.
Ein Stück weit geht es dann durch die offene, recht abwechslungsreiche Feldflur. Ich überquere eine Straße und gelange schließlich zum Wald.
Dort folge ich zunächst einem Pfad am Waldrand, bevor es weiter in den Buchenwald geht. Hier treffe ich einen älteren Spaziergänger mit einem kleinen Hund, mit dem ich einige Worte wechsle. Es ist hier recht flach und gut zu laufen. Ich höre Motorsägen und gelange an eine Sperrung, wo ein Banner mit der Aufschrift: Halt Baumfällung, Durchgang verboten, darauf hinweist, dass man hier nicht lang gehen darf. Natürlich gibt es keine Umleitung, so dass ich mir selber auf der Karte etwas einzeichne, immerhin 3 km, die ich dann nicht auf dem Habichtswaldsteig wandere. Zunächst laufe ich einen Kilometer auf der Straße, dann geht es in den Laubwald auf einem Forstweg. Schließlich komme ich wieder aus dem Wald und folge einem Grasweg, der eine Extratour des Habichtswaldsteig ist. Links von mir ragt die Burg von Niedenstein auf einem hohen Hügel auf.
Schließlich gelange ich wieder auf den Habichtswaldsteig, der hier am Waldrand verläuft. Weiter geht es dann auf Forstwegen durch den Laubwald.
Als ich wieder ins offene gelange, folge ich ein Stück dem Bachlauf Ems. Auf einem Grasweg geht es hoch zum Waldrand, dem ich dann weiter folge. Drei Männer stehen auf einer Wiese und haben sichtlich nicht wirklich etwas zu tun. Leider fehlen mir die Worte, sie anzusprechen. Da muss ich mir unbedingt noch was überlegen!
Hier am Waldrand wachsen auch Robinien. Diese Baumart kommt ursprünglich aus Nordamerika, und wird in Deutschland hauptsächlich in trockenen Gebieten angepflanzt.
Weiter geht es durch überwiegend jungen Buchenwald, über dem nur verstreut größere Bäume stehen, wie Buchen oder Kiefern.
Kurz gelange ich aus dem Wald und folge dann wieder im Wald einem Erdweg oberhalb des Fischbach abwärts. Von einem dunklen, moosüberwachsenem Felsen hängen Farnwedel herab. Ich gelange aus dem Wald und folge ein Stück einer Bahnlinie zu einer Straße. Entfernt erscheint bereits der Kegel des Berges, auf dem die Weidelsburg steht, mein heutiges Ziel!
Weiter geht es teilweise auf Graswegen durch eine weite Feldflur. Es gibt hier Baumreihen am Bach, einzelne Wiesenstücke, aber Einzelbäume, große Felder, eine Hochspannungsleitung und entfernt eine ganze Reihe sich drehende Windräder.
Lange Zeit folge ich hier einen schönen Grasweg parallel zum Spobach, dessen geköpfte Weiden kräftig wieder ausgeschlagen haben.
Ich überquere eine Bahnlinie und laufe auf einem Erdweg am Waldrand oberhalb eines Baches. Hier wurde vor kurzem gearbeitet, dennoch ist der Weg gut zu begehen, nichts wurde zerfahren und der Weg ist frei von Ästen, so muss das sein!
Als ich aus dem Wald komme, gelange ich an einen kleinen See mit einem Pfahl, auf dem ein Storchennest thront. Ob Adebar auch dieses Jahr wiederkommt?
Anschließend geht es auf einem Grasweg durch die gehölzfreie Feldflur.
Ich komme bei einem kleinen Turm vorbei, den ein Vater gerade mit seiner Tochter bestiegen hat.
Bevor es wieder in den Wald geht, ist die Landschaft abwechslungsreicher mit kleinen Feldgehölzen. Am Waldrand tanzen die Mücken im Gegenlicht.
Ich wandere in dem kleinen Laubwald des Mühlenholz, steil abwärts und folge dann einem Fahrweg zwischen Bach und Waldrand.
Schließlich überquere ich den Bach, und laufe weiter auf einem Fußweg, der an eine Wiese und zwei Waldränder angrenzt.
Schließlich geht es auf einem Grasweg hoch zum Waldrand, wo ich einem Fahrweg nach oben zur Weidelsburg folge. Als es schon langsam dunkel wird, finde ich eine geschützte Nische, in der ich mein Lager einrichte.













































