Sa, 11.4.2026
WdH 65: Von der Rietburg zur Madenburg
12:12 h, 44,7 km, 1712 hm Aufstieg, 1760 hm Abstieg
Zusammenfassung: Heute wendet sich der Weinsteig vom Rand des Pfälzer Waldes ab und verläuft weiter im Inneren nach Annweiler. Manchmal ergeben sich spektakuläre Ausblicke zu den markanten Bergen hier, der von drei Burgen besetzte Sonnenberg mit dem Trifels als Krönung.
Ich denke noch über eine interessante Frage nach, die ich gestern mit Günter diskutiert habe: Warum wählen immer noch so viele Menschen die CDU, obwohl deren Politik eher rückwärtsgewandt ist, Wahlversprechen krass gebrochen werden, und obwohl jeder weiß, dass wir Reformen brauchen, keine wirklichen Änderungen von dieser Partei kommen. Dass viele Menschen mit ihrem Status Quo noch immer ganz zufrieden sind, und die CDU sich so darstellt, als könnte sie konservativ diesen Status erhalten ist wahrscheinlich Teil der Antwort. Offensichtlich nehmen ihr das immer noch viele Leute ab, obwohl die Tatsachen in eine ganz andere Richtung weisen. Wahrscheinlich scheut die Mehrheit der Menschen in Deutschland immer noch Veränderungen. Aber die Zahl dieser Leute sinkt, was nicht zuletzt die Wahlerfolge der AfD zeigen. Denn diese Partei ist ja tatsächlich mit einem ziemlich radikalen Anspruch angetreten. Auch wenn man von deren Politik gar nichts hält, muss man offensichtlich anerkennen, dass die Zahl der Leute wächst, die deutliche Veränderungen wollen. Auch meiner Meinung nach sind Veränderungen in vielen Bereichen notwendig, es wäre allerdings an den anderen Parteien zu zeigen, dass es abseits der AfD viel bessere Ideen gibt, die uns in eine gute Zukunft führen können.
An drei idyllischen Dörfern vorbei, die in Streuobstwiesen eingebettet sind, erreiche ich Annweiler und steige auf zu den Burgen. Hier gibt es mehr Laubbäume als in den letzten Tagen und bei Leinsweiler bin ich zurück am Rand der Ebene.
Während ich zur Madenburg aufsteige, beginnt es zu regnen, aber ich bin noch nicht nass, als ich mein Lager aufschlage.
Trotz der Steilheit des Geländes schlafe ich gut. Am Morgen bin ich rasch wieder auf dem Weinsteig, der hier auf Pfaden unmittelbar am Hardtrand entlang führt. Vom Modenbachtal steige ich dann auf einem Forstweg auf.
Ich denke noch über eine interessante Frage nach, die ich gestern mit Günter diskutiert habe: Warum wählen immer noch so viele Menschen die CDU, obwohl deren Politik eher rückwärtsgewandt ist, Wahlversprechen krass gebrochen werden, und obwohl jeder weiß, dass wir Reformen brauchen, keine wirklichen Änderungen von dieser Partei kommen. Dass viele Menschen mit ihrem Status Quo noch immer ganz zufrieden sind, und die CDU sich so darstellt, als könnte sie konservativ diesen Status erhalten ist wahrscheinlich Teil der Antwort. Offensichtlich nehmen ihr das immer noch viele Leute ab, obwohl die Tatsachen in eine ganz andere Richtung weisen. Wahrscheinlich scheut die Mehrheit der Menschen in Deutschland immer noch Veränderungen. Aber die Zahl dieser Leute sinkt, was nicht zuletzt die Wahlerfolge der AfD zeigen. Denn diese Partei ist ja tatsächlich mit einem ziemlich radikalen Anspruch angetreten. Auch wenn man von deren Politik gar nichts hält, muss man offensichtlich anerkennen, dass die Zahl der Leute wächst, die deutliche Veränderungen wollen. Auch meiner Meinung nach sind Veränderungen in vielen Bereichen notwendig, es wäre allerdings an den anderen Parteien zu zeigen, dass es abseits der AfD viel bessere Ideen gibt, die uns in eine gute Zukunft führen können.
Hinter der Anna Kapelle geht es dann auf einem schmalen Weg im Hang langsam ansteigend weiter.
Ein Grauschnäpper sitzt an einem Nistkasten, wo auch eine Kohlmeise zugegen ist. Wer ist wohl der rechtmäßige Wohnungsinhaber?
Von der Trifels Blickhütte erhalte ich einen fantastischen Ausblick zu der gleichnamigen Burg auf einem spitzen Berg, wo ich später noch hinkommen werde. Für mich ist der Weinsteig bisher eine absolut positive Überraschung! Ich war ja schon häufig im Pfälzer Wald, aber den Rand habe ich bisher nur kurz gestreift, aber er lohnt sich wirklich!
Von der Landauer Hütte führt ein schöner Pfad um den Orenberg herum. Von einem Felsen ergibt sich noch mal eine schöne Aussicht auf die markanten Berge der Pfalz und den Trifels. Obwohl heute Samstag ist, begegnen mir erst um 10:30 Uhr die ersten Wanderer.
Zurück an der Landauer Hütte, geht es zunächst steil runter im Wald, bis ich auf die Streuobstwiesen um Dernbach gelange. Was für ein weißer Traum! Auf den Wiesen blüht inzwischen neben den Primeln auch der Hahnenfuß. Der Ort Dernbach selber ist idyllisch im Tal gelegen.
Meist auf Forstwegen geht es dann weiter nach Eußerthal. Es ist erstaunlich, wie grün inzwischen der Buchenwald geworden ist.
Als ich entlang der Wiesen und Streuobstbäume vom Ort wieder aufsteige, denke ich, das was den Pfälzer Wald so besonders macht, ist neben den vielen schönen Pfaden, dem tollen Mischwald und der Pfälzer Gastlichkeit, auch die Tatsache, dass im Gegensatz zu vielen anderen Mittelgebirgen bei uns, zahlreiche Gipfel im Pfälzer Wald durchaus markant sind und der Landschaft ein bisschen alpines geben. Sehr schön!
Als es wieder aufwärts im Wald geht, fülle ich an einem Brunnen meine Flasche auf. Das ist eine weitere Besonderheit des Pfälzer Waldes, dass es hier an vielen Orten solche Brunnen und Quellen gibt, aus denen man kühles Wasser gewinnen kann. Außerdem fällt mir auf, dass es hier jetzt viel mehr Laubbäume gibt, als zuvor am Hardtrand.
Es geht runter nach Gräfenhausen, einem weiteren hübschen Pfalzdorf in einem Tal und dann wieder aufwärts im Wald. Ein Stück auf einem Pfad verläuft sogar ziemlich steil im Zickzack.
Schließlich bin ich oben, aber wie das halt hier so ist, geht es schon wieder runter. Ich freue mich darüber, dass hier viele Familien mit recht kleinen Kindern unterwegs sind. Offenbar ist in der Pfalz die alte Tradition des Familienspaziergangs noch nicht ganz verschwunden. Schließlich erreiche ich das nette Städtchen Annweiler, dass ich durchquere. Hier war ich bei meiner großen Wanderung 2021 zu Gast bei Claus Schlink, einem ehemaligen Soldaten, inzwischen weit über 80 und überzeugter Pazifist. Interessant waren auch seine Geschichten, wie er über Jahre hinweg jede Nacht eine Rotte Wildschweine im Wald besucht hat und diese so an ihn gewöhnt waren. Danach beginnt der Aufstieg im Laubwald zur Burg Trifels, wo eine ganze Menge Leute unterwegs sind.
Oben am Sonnenberg angekommen, gibt es einen großen Parkplatz und eine Gaststätte. Natürlich sitzen viele Leute draußen. Der Weinsteig führt im Hang an den drei Burgen,Trifels, Anebos und Scharfenberg vorbei. In den Felsen sehe ich Kletterer mit Seil gesichert. Am Trifels war ich schon als Kind mit meinen Eltern, als wir Urlaub im Pfälzer Wald gemacht hatten. Ich weiß noch, wie ich davon fasziniert war, dass Richard Löwenherz hier auf der Rückkehr von einem Kreuzzug festgehalten wurde. Damals war der Trifels tatsächlich ein wichtiger Ort der Weltgeschichte! Davon abgesehen, fand ich auch die Folterinstrumente, von Daumenschrauben bis zum Streckbett grausig, faszinierend.
Ich folge dann eine Zeit lang einem Forstweg relativ flach im Hang, bevor ich in die Nähe von Leinsweiler absteige. Hier wächst auf großer Fläche fast reiner Esskastanienwald.
Bei Leinsweiler habe ich wieder den Rand der Ebene erreicht. Ein Stück geht es entlang der Weinberge, bevor ich am Waldrand wandere und es dann hoch Richtung Madenburg geht.
Eine steile, von Wald und Gebüsch umgebene Wiese ist gelb von Wolfsmilch. So viel auf einmal habe ich noch nie gesehen.
Unterhalb der Madenburg gibt es einen Parkplatz von dem es steil hoch zu der privaten Burg geht, natürlich mit Gaststätte, wie es sich in der Pfalz gehört. Inzwischen ist es bedeckt und leichter Regen hat eingesetzt.
Ich steige im Zick Zack ab und finde dann einen Lagerplatz auf einem ebenen Sattel.































































