Dienstag, 7. April 2026

WdH 61 Von Callbach zum Donnersberg

 



Di, 7.4.2025


WdH 61: Von Callbach zum Donnersberg


12:23 h, 47,3 km, 1428 hm Aufstieg, 1244 hm Abstieg 


Zusammenfassung: Morgens ist es zunächst noch frisch, dann herrscht aber den ganzen Tag sonniges Frühlingswetter. Ich folge dem Pfälzer Höhenweg weiter. Am Weidelbacher Hof genieße ich einen Kaffee an einer toll gemachten Raststation. In Rockenhausen kaufe ich ein und steige steil hoch nach Ruppertsecken, dem höchstgelegensten Ort der Nordpfalz. Schließlich laufe ich in der Abendsonne am Rand des Donnersbergs, wo ich schließlich ein Plätzchen für mein Cowboycamp im Wald finde. 

Morgen werde ich schon bald den Pfälzer Höhenweg verlassen, dem ich knapp drei Tage gefolgt bin. Er hat zwar durchaus gute Seiten, aber für meinen Geschmack wurde die Landschaft vielerorts mit Windrädern regelrecht verschandelt. 


Nach gutem Schlaf, bin ich früh morgens wieder unterwegs. Zunächst geht es weiter durch den Wald. Dort wurden vor nicht allzu langer Zeit, in regelmäßigen Abständen Tümpel neben dem Weg gegraben. Diese sind zwar nicht groß und sehen zunächst mal nicht besonders hübsch aus, aber das ist natürlich sinnvoll. Einerseits weil so Lebensräume entstehen, andererseits weil es extrem wichtig ist, das Wasser im Wald zurückzuhalten, da Trockenzeiten wahrscheinlich immer häufiger werden. So kleine Tümpel dienen als Mini Kühlanlagen für den Wald und sind daher eine gute Sache. Als ich aus dem Wald komme, sehe ich, dass es stellenweise auch in dieser Nacht gefroren hat. Ich passiere eine neue Anpflanzung von Laubbäumen, wo Grauammern singen. Schließlich geht es runter nach Obermoschel und dann durch Gebüsch und Laubwald hoch zur Ruine der Burg Landsberg. Auch heute verspricht wieder ein sehr schöner Tag zu werden. Es gibt hier sogar einen Weinberg.

Während ich durch die weiten Felder und Wiesen laufe, kommt entfernt schon der Waldklotz des Donnersbergs in Sicht. Allerdings sehe ich auch mindestens 50 Windräder auf den umliegenden Hügeln. Vielleicht kann man sich ja wirklich an sowas gewöhnen, aber für mich ist die Landschaft damit doch ziemlich verschandelt!

Dann komme ich am 10 ha großen Solarpark Schiersfeld vorbei, wo nach deren Angaben Strom für 3000 Haushalte erzeugt wird. Das Gelände ist umzäunt, so dass größere Tiere keinen Zugang haben, Menschen natürlich auch nicht. Zwischen den Reihen der Solarmodule, die schräg stehen gibt es Grasflächen, die wahrscheinlich häufig gemäht werden. Ich frage mich, ob bei richtigem Management solche Flächen nicht vielleicht auch einen Beitrag für die Biodiversität leisten können, mal ganz abgesehen von der künstlichen Struktur, die das Landschaftsbild schon erheblich beeinträchtigt. 

Auf einem Asphaltweg gelange ich zum Weidelbacher Hof, wo es eine wunderbare Wanderraststation gibt. Ein kleines Häuschen, wo es sogar Strom gibt, so dass man sich mit dem Wasserkocher Kaffee machen kann. Alles sehr liebevoll gestaltet. Es gibt auch Wasser dort, Kinderspielzeug, Bücher, Blumen auf dem Tisch, perfekt!

Diese schöne Gelegenheit möchte ich mir nicht entgehen lassen und mache mir erst mal einen Kaffee!

Bald geht es auf einem Forstweg durch Laubwald zu dem kleinen Ort Neubau. Interessanter Name! Es dauert nicht lange, dann bin ich wieder im Wald. Hier hat jemand einige Stationen mit liebevollen Osterhasenfiguren eingerichtet, und es gibt eine Wald Murmelbahn, an der einfache Fragen für Kinder zum Thema Wald beantwort werden müssen. Waldpädagogik mal anders!

Hier sind tatsächlich eine ganze Reihe Eltern mit ihren Kindern unterwegs, die offensichtlich Spaß haben. Ich passiere das nette Örtchen Stahlberg und wandere weiter im Wald. Tatsächlich begegnen mir hier im Laubwald zwei Frauen mit Wanderstöcken, Rucksäcken und einem Hund, ob die wohl eine längere Tour unternehmen? Naja, ich will die verlorene Zeit von meiner schönen Kaffeepause reinholen, gebe daher ein wenig Gas und versuche leider nicht, mich mit den Frauen zu unterhalten, was vielleicht interessant gewesen wäre…

An einer Stelle passiere ich einige kleine Holzgatter im Eichenwald. Es wurden hier keine Bäume gepflanzt, aber man versucht wohl wahrscheinlich junge Eichen, die aus den Samen hoch wachsen, vor Wildverbiss zu schützen.

Schließlich trete ich wieder ins Offene und wandere über Grasflächen zwischen Katzenbach und Rockenhausen. Am Waldrand sehe ich ein Reh und ein Typ will seine Drohne steigen lassen. Wieder einmal sind die Aussichten hier sehr schön. Schließlich steige ich ab nach Rockenhausen und kaufe im Lidl ein. Anschließend gönne ich mir erst mal 1 l Milch und eine große Schale Walnusseis. Mit vollem Bauch geht es dann wieder steil nach oben.

Hier auf einem Grasweg zwischen den Gebüschen tanzen Zitronen- und Aurorafalter. Wo es windgeschützt ist, ist es mittlerweile sehr warm. 

Ich gelange kurz an eine Straße und wandere dann ziemlich steil auf einem Erdweg, das Enzelbachtal aufwärts. Ich folge dann ein Stück einem Waldrand, überquere eine Straße und laufe durch einen Laubwald, mit vielen Buschwindröschen. Dann geht es durch offenes Feld nach Würzweiler.

Von dem Dorf geht es ziemlich lange und steil durch die offene Flur nach oben. Vor Ruppertsecken führt dann ein Pfad zum Schlossberg. Dort gibt es allerdings keine Ruinen zu sehen. Ruppertsecken ist das höchstgelegene Dorf der Nordpfalz und wirbt mit schönen Aussichten. Wenn man sich die Windräder und Solarparks weg denkt, ist die Aussicht hier tatsächlich schön. Es gibt einen Wohnmobilstellplatz, wo auch zwei Fahrzeuge stehen, die Leute sitzen auf Liegestühlen, lesen oder blicken in die Landschaft.

Bald bin ich im Wald und folge Forstwegen. Neben den Hainbuchen haben auch die ersten großen Rotbuchen ihre Blätter ausgetrieben. Auch hier ist der Waldboden häufig mit Weiß blühenden Buschwindröschen bedeckt. Ich gelange kurz an eine Straße, dann geht es wieder in den Wald.

Bald erreiche ich das Bastenhaus, ein Hotel und Restaurant an einer Straßenkreuzung. Zahlreiche Motorradfahrer nutzen das schöne Wetter. Dementsprechend laut ist es.

Zunächst führt der Weg dann im Wald parallel zur Straße weiter, die man immer noch ziemlich laut hört. Über samt grüne Wiesen am Waldrand entlang, geht es schließlich zum Mordkammerhof, was für ein Name! Auch danach geht es nur kurz durch den Wald, dann in der Abendsonne entlang von grünen Feldern und einem Waldrand aus Laubbäumen. 

Ich sehe eine braune Waldeidechse durchs Laub rascheln und ein Reh auf einer hügeligen Wiese mit vielen Büschen.

Schließlich gelange ich an den Rand von Falkenstein und steige im Wald auf zur Kronbuchenhütte, die aber nur am Wochenende bewirtschaftet wird.

Ein Stück weiter verlasse ich den Weg und beziehe oberhalb auf einem Kamm mein Cowboycamp. Morgen werde ich schon bald den Pfälzer Höhenweg verlassen, dem ich knapp drei Tage gefolgt bin. Er hat zwar durchaus gute Seiten, aber für meinen Geschmack wurde die Landschaft vielerorts mit Windrädern regelrecht verschandelt. 





















Montag, 6. April 2026

WdH 60 Von Rathsweiler nach Callbach

 



Mo, 6.4.2026


WdH 60: Von Rathsweiler nach Callbach


12:19 h, 47,1 km, 1307 hm Aufstieg, 1311 hm Abstieg 


Zusammenfassung: Mit Mond unter– und Sonnenaufgang beginnt ein wunderschöner Ostermontag. Überall beobachte ich Damwild in Rudeln um die 20 Stück. Auch mächtige Hirsche sind dabei. Oberhalb von Niederalben gelange ich in das Naturschutzgebiet Mittags Fels, wo auf dem dunklen Vulkangestein eine spezielle Vegetation gedeiht. Hier sehe ich sogar noch eine blühende Küchenschelle! Oberhalb von Glanbrücken erlebe ich dann eine Überraschung, als ich Axel treffe, der mich kennt! Er verfolgt meinen Weg seit Beginn im Internet. Irgendwann verlasse ich den Veldenzwanderweg und folge jetzt dem Pfälzer Höhenweg. Während man aus den Tälern jeweils relativ steil aussteigen muss, läuft man dann auf den aussichtsreichen Höhen relativ flach, meist durch offene Flur. Auch an diesem schönen Tag sind kaum Menschen unterwegs. Allerdings unterhalte ich mich mit einem Paar, das sagt, dass sie sich an die Windräder gewöhnt haben, aber nicht verstehen, warum man die Paneele eines Solarparks nicht so anbringt, dass die Flächen noch landwirtschaftlich nutzbar sind. Der Mann fährt einen Smart, der 330.000 km auf dem Tacho hat. Alle Achtung, oft ist die lange Nutzung auch die nachhaltigste Nutzung! Schließlich laufe ich durch Meisenheim mit seiner sehenswerten Altstadt, passiere Callbach und finde schließlich ein ruhiges Plätzchen für mein Cowboycamp im Wald.


Der Morgen beginnt wunderschön mit dem Monduntergang und dem Sonnenaufgang. Dabei ist es ziemlich kalt und auf den Wiesen hat es gefroren. Bald gelange ich aus dem Wald in die offene Landschaft, mit Wiesenstreifen und Gebüschen. Hier wimmelt es von Damwild. Einige Male sehe ich Rudel von um die 20 Tieren. Es sind auch Hirsche mit mächtigem Geweih immer dabei. Dagegen beobachte ich nur ein Reh aus nächster Nähe einige Meter entfernt am Waldrand. Schließlich geht es abwärts ins Steinalp Tal zur Christophelsmühle, wo man sich eine Töpferwerkstatt anschauen kann.

Schließlich erreiche ich Niederalben und steige steil hoch in das Naturschutzgebiet Mittagsfels. Auf den dunklen Vulkanfelsen wächst hier eine vielfältige Vegetation mit Schlehen,  Felsenbirnen, Wolfsmilch und so weiter. Ich entdecke sogar eine lila blühende Küchenschelle. Es gibt etliche Aussichten in die wunderschöne Umgebung zu genießen an diesem herrlichen Morgen. Toll, so macht wandern richtig Spaß! Die gelben und weißen Blüten im Licht des frühen Morgens sind ein wahrer Traum.

Auch hier beobachte ich noch einmal Damwild.

Weiter geht es in einer abwechslungsreichen Mischung aus Wald und offenen Flächen, teilweise auf unbefestigten Wegen nach Glanbrücken. Oberhalb des Ortes begrüßt mich Axel mit den Worten. „Ich verfolge dich schon von Anfang an“. Tatsächlich hat er mich in einem Podcast gehört und schaut sich meine Berichte seit Beginn der Wanderung im Februar an. Welch Überraschung!

Weiter geht es erst im Wald, dann auf Graswegen über aussichtsreiche Höhen nach Nerzweiler.

Als ich im Wald wieder aufsteige, raschelt es vor mir und ich sehe eine fette Rötelmaus, die sich sogar fotografieren lässt. Auch weiterhin bleibt der Veldenzwanderweg sehr abwechslungsreich. Die erste Blindschleiche des Frühjahrs die ich sehe, ist leider überfahren worden. Die weiten Aussichten hier sind tatsächlich sehr schön. Allerdings ist ausser den allgegenwärtigen Windrädern an einer Stelle ein riesiger Solarpark auf einem Hügel zu sehen. Muss sowas wirklich in die freie Landschaft gestellt werden? Haben wir nicht genügend Hausdächer, die günstig zur Sonne stehen?

Schließlich verlasse ich den Veldenzwanderweg, der mir gut gefallen hat, und wandere ab jetzt auf dem Pfälzer Höhenweg weiter. Der NST folgt hier noch dem Veldenzwanderweg, der hier eine große Kurve macht, um dann nochmals auf den Pfälzer Höhenweg zu stoßen.

Während ich über die Höhen wandere, unterhalte ich mich mit einem Paar, das auf Sonntagsspaziergang ist und mich anspricht. Die beiden meinen, dass man hier normalerweise selbst auf dem Pfälzer Höhenweg niemand trifft, und sind überrascht, mir heute zu begegnen. Sie erzählen das es Bürgerinitiativen gegen Windräder hier gibt, die zum Teil Standorte verhindert haben. Sie selber hätten sich inzwischen an die Windräder gewöhnt und würden die auch in Fotos integrieren. Zu dem großen Solarpark sagen sie, dass sie sich wundern, dass die Paneele nicht in einer solchen Höhe aufgebaut werden, dass man mit landwirtschaftlichen Maschinen noch hindurch fahren kann, umso die Flächen zu nutzen. Denn eigentlich sei das bestes Ackerland gewesen, wo der riesige Solarpark steht, den ich gesehen habe. Da sich in der Nähe etliche Windräder nicht bewegen, obwohl Wind geht, sagt der Mann, dass wir ein Speicherproblem bei der Windkraft haben. Ich entgegne, dass dies wohl nur vorübergehend ist, da die Entwicklung im Bereich der Batterie Speicher rapide ist. Er stimmt mir zu und glaubt auch, dass wir demnächst den „überschüssigen“ Windstrom speichern können.

Ansonsten haben die beiden zwar auch keine Zweifel daran, dass in nicht allzu ferner Zukunft alle Autos mit Elektroantrieb fahren, allerdings erzählt der Mann, dass sein Smart inzwischen 330.000 km auf dem Tacho hat! Oft ist tatsächlich die lange Nutzung auch die nachhaltigste.

Ich steige nach Lohnweiler ab und folge dem Lautertal an einer Bahnlinie weiter.

Schließlich gelange ich nach Lauterecken, einem größeren Ort, wo die Lauter in die Glan mündet. Über Treppen steige ich aus dem Tal und laufe bald längere Zeit im Wald. Ich kann mich gar nicht satt genug sehen, an dem frischen Bodengrün aus Perlgras und auch Buschwindröschen im Laubwald. An einem Steinbruch vorbei geht es schließlich aus dem Wald und ich laufe auf Graswegen an einem Modellflugplatz vorbei.

Sobald man hier aus den Tälern auf die Höhen  gekommen ist, ist das Terrain stets relativ flach. Ich laufe auf einer Mischung aus Asphalt, Schotter und Graswegen, dieser stete Wechsel ist eigentlich ganz schön. Obwohl heute traumhaftes Wetter herrscht und die Wege hier einfach zu begehen sind, treffe ich niemanden. Schließlich steige ich in die Umgebung von Meisenheim ab.

Meisenheim ist ein nettes Städtchen mit einer schönen Altstadt, wo die Menschen am Marktplatz in der Sonne sitzen und Eis essen. Am Brunnen fülle ich mir Wasser ab, überquere die Glan und habe die Stadt bald hinter mir gelassen.

Bald geht es runter ins Tal bei Callbach, aber bevor ich den Ort erreiche, macht der Weg noch einen Schlenker in die Hänge, wo es Trockenmauern gibt, die auf die frühere Bewirtschaftung hinweisen. Hinter Callbach geht es erst mal ziemlich bergauf in die Feldflur. Dann führt mich ein Pfad durch ehemaligen Mittelwald, wo man statt wie im Niederwald alles kahlzuschlagen, einige Eichen als zukünftiges Bauholz früher hat stehen lassen. Ich passiere zwei Windräder und finde ein Plätzchen für mein Cowboycamp im Laubwald an Douglasien angrenzend. Während langsam die Abenddämmerung beginnt, esse ich und erledige meine „Hausarbeiten“.

























 

Sonntag, 5. April 2026

WdH 59 Von St. Wendel nach Rathsweiler


 


So, 5.4.2026


WdH 59: von St. Wendel nach Rathsweiler


10:38 h, 40,2 km, 1079 hm Aufstieg, 1022 hm Abstieg 


Zusammenfassung: Schon früh am Morgen verlasse ich St. Wendel. Ich passiere den großen Wendelinus Erlebnishof und komme irgendwann vom NST ab, der nicht mehr dem Panorama Weg Sankt Wendeler Land folgt. Für etwa 17 km folge ich einer eigenen Route, einem Wanderweg des Pfälzer Waldvereins. Schließlich gelange ich wieder auf den NST, der hier dem Veldenzer Wanderweg folgt. Dieser gefällt mir recht gut, vor allem, als er am Rand des Truppenübungsplatzes Baumholder entlang führt, durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft.

Heute ist Ostern, das Fest des Friedens. Daher muss ich daran denken, wie auch bei uns mittlerweile eine ziemlich krasse Kriegsrhetorik Einzug gehalten hat, in Teilen der Politik und der Medien. Damit soll offenbar der Bevölkerung die Unausweichlichkeit der hunderte von Milliarden schweren Aufrüstung klargemacht werden, die zur Zeit mit hohen Schulden geschieht. Ich denke, Krieg ist eine absolute Katastrophe, und es muss immer alles getan werden, um ihn zu vermeiden, beziehungsweise zu beenden. Dazu gehört, auch mit Leuten zu sprechen, mit denen man ungern spricht, und Kompromisse einzugehen. 

Schließlich finde ich ein schönes Plätzchen und hoffe, eine ruhige Nacht zu verbringen.


Während der langsam abnehmende Vollmond untergeht, bin ich schon wieder unterwegs. Bald habe ich Sankt Wendel hinter mir gelassen und passiere das große Wendelinus Missionshaus der Steyler Missionare. Klar hat die Kirche an Bedeutung verloren, aber es ist nicht so, dass sie nicht immer noch über viel Besitz verfügt. Weiter geht es zum Wendelinushof. Hier heißt scheinbar alles nach einer Gestalt aus dem Mittelalter,  aber gut. Dieser ist ein Erlebnishof mit allem was dazugehört. Restaurants, Gärtnerei, Vieh, Landwirtschaft, und so weiter, sehr gut aufgemacht, bestimmt interessant. Es gibt auch einen eigenen Busparkplatz. An diesem Ostersonntag ist hier später bestimmt einiges los, aber zu dieser frühen Stunde ist noch alles still.

Über die von Windrädern umgebenen Hügel laufe ich dann meist auf Asphaltwegen weiter nach Werschweiler. Unterwegs sehe ich Rehe, höre den ersten Baumpieper und ein Fasanenhahn fliegt vor mir auf. Auf den Wiesen blüht das Schaumkrautund aus einem Gebüsch kommen schnarrende Geräusche, die ich nicht zuordnen kann.

Weiter geht es auf Asphalt durch das Tiefenbachtal, an einigen Weihern vorbei nach Saal. 

Ich folge dem Panorama Weg Sankt Wendeler Land weiter, stelle aber irgendwann fest, dass der NST abseits davon verläuft. Was soll’s der NST gefällt mir ohnehin hier überhaupt nicht. Daher kann ich auch genauso gut auf dem Panorama Weg weiterlaufen und ansonsten teilweise auch einen eigenen Weg nehmen.

Tatsächlich ist der weitere Weg zunächst ganz schön. Es geht auf einem Pfad im Laubwald nicht weit entfernt vom Waldrand weiter, dann aber auch teilweise direkt am Waldrand. Die erste wirklich schöne Strecke heute! Zweimal sehe ich noch eine grüne Kompassnadel, interessant, da der Track eigentlich woanders verläuft. Ich gelange kurz an eine Straße und folge ab dann der grün-weißen Markierung eines Weges des Pfälzer Wald Vereins. Ich habe diese Route ausgewählt, da sie weniger durch Ortschaften führt als der NST. Tatsächlich ist der Auftakt gleich wirklich schön, Laubwald, Erdwege, und ich habe das Gefühl, tatsächlich wieder in einer einsamen Gegend zu sein, was ich in den letzten Tagen kaum hatte. 

Auch außerhalb des Waldes ist es mit Weiß blühenden Kirschbäumen, satt grünen Wiesen und einem blauen Himmel mit etlichen Schäfchenwolken ziemlich schön. Tolles Osterwetter! 

Auf den Feldern hat mittlerweile der Raps zu blühen begonnen.

Schließlich geht es runter nach Herschweiler, was ziemlich ausgestorben wirkt.

Anschließend steige ich auf zum Hühnerkopf, wo sich schöne Aussichten ergeben, natürlich mit Windrädern…

Schließlich geht’s runter zur Straße, und ich laufe weiter auf Asphalt. Es ist warm, so dass ich im T-Shirt laufe, aber recht windig dabei.

Auf einem Feldweg begegnen mir Helga und ihr Hund Reno. Die Frau spricht mich an und sagt, dass ich ja wohl was Größeres vorhabe. Ich erzähle ein bisschen von meiner Wanderung, was sie ziemlich begeistert. Sie träumt auch von so einer Tour, sagt sie. Ich zeige ihr meine Route und erzähle ein bisschen über meine Wanderung, dann trennen sich unsere Wege wieder.

Ich überquere die A 62 auf einer hohen Brücke, und laufe dann längere Zeit am Waldrand entlang. Bald geht es aber wieder auf asphaltierten Feldwegen zwischen Windrädern hindurch weiter. Inzwischen ist es komplett bewölkt und eher ungemütlich. Nichtsdestotrotz sind eine ganze Reihe Leute unterwegs auf ihrem Osterspaziergang. Schließlich steige ich ab in das Tal des Kuselbachs mit Eisenbahnlinie und Industriegebiet.

Ich laufe auf einem Pfad des Tal des Gailbachs hoch, und stoße schließlich wieder auf die Route des NST, die hier dem blauen V des Veldenzwanderwegs folgt.

Zum ersten Mal heute laufe ich längere Zeit durch ein geschlossenes Waldgebiet, was recht abwechslungsreich ist. Schließlich geht es runter nach Erdesbach, wo eine Tafel darüber informiert, dass der Veldenzwanderweg insgesamt 60 km lang ist und durch eine ehemalige Grafschaft führt. Vom Ort steige ich wieder hoch in den Wald.

Am Wartekopf gibt es eine Samenplantage für Waldbäume die dort mit weitem Abstand zueinander niedrig wachsen damit aus ihren Samen die jungen Bäume für Anpflanzungen gewonnen werden können. Der Veldenzwanderweg führt hier durch ein Naturschutzgebiet und grenzt an den großen Truppenübungsplatz Baumholder an.

Heute ist ja Ostern, das Fest des Friedens. In diesem Zusammenhang muss man sagen, dass in Teilen von Politik und Medien zur Zeit eine unsägliche Kriegsrhetorik eingezogen ist, die nur damit erklärbar ist, der Bevölkerung zu vermitteln, die hunderte von Milliarden schwere Verschuldung für die Aufrüstung sei unvermeidbar. So heißt es inzwischen „Kriegstüchtig“ statt „Verteidigungsfähig“ und es gibt sogenannte Experten die suggerieren ein russischer Angriff auf die Nato stehe in wenigen Jahren zu erwarten. 

Krieg ist eine absolute Katastrophe und es muss immer alles getan werden um ihn zu vermeiden! Dazu gehört auch Gespräche mit Regierungen die man ablehnt zu führen und Kompromisse einzugehen. 

Die folgende Strecke ist sehr schön: Zunächst überwiegend zwischen Gebüschen und offenen Grasstreifen, dann auf einem Pfad im Hang durch Laubwald. Da ich nicht mehr genug Wasser habe, steige ich ein ganzes Stück querfeldein steil zum Talbach ab um meine Flasche zu füllen. Schließlich verlasse ich den Weg und finde ein Plätzchen im Eichenwald zwischen Schlehengebüschen. 

Später kommt noch Damwild ganz in der Nähe vorbei.




























































So, 5.4.2026


WdH 59: von St. Wendel nach Rathsweiler


10:38 h, 40,2 km, 1079 hm Aufstieg, 1022 hm Abstieg 


Zusammenfassung: Schon früh am Morgen verlasse ich St. Wendel. Ich passiere den großen Wendelinus Erlebnishof und komme irgendwann vom NST ab, der nicht mehr dem Panorama Weg Sankt Wendeler Land folgt. Für etwa 17 km folge ich einer eigenen Route, einem Wanderweg des Pfälzer Waldvereins. Schließlich gelange ich wieder auf den NST, der hier dem Veldenzer Wanderweg folgt. Dieser gefällt mir recht gut, vor allem, als er am Rand des Truppenübungsplatzes Baumholder entlang führt, durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft.

Heute ist Ostern, das Fest des Friedens. Daher muss ich daran denken, wie auch bei uns mittlerweile eine ziemlich krasse Kriegsrhetorik Einzug gehalten hat, in Teilen der Politik und der Medien. Damit soll offenbar der Bevölkerung die Unausweichlichkeit der hunderte von Milliarden schweren Aufrüstung klargemacht werden, die zur Zeit mit hohen Schulden geschieht. Ich denke, Krieg ist eine absolute Katastrophe, und es muss immer alles getan werden, um ihn zu vermeiden, beziehungsweise zu beenden. Dazu gehört, auch mit Leuten zu sprechen, mit denen man ungern spricht, und Kompromisse einzugehen. 

Schließlich finde ich ein schönes Plätzchen und hoffe, eine ruhige Nacht zu verbringen.


Während der langsam abnehmende Vollmond untergeht, bin ich schon wieder unterwegs. Bald habe ich Sankt Wendel hinter mir gelassen und passiere das große Wendelinus Missionshaus der Steyler Missionare. Klar hat die Kirche an Bedeutung verloren, aber es ist nicht so, dass sie nicht immer noch über viel Besitz verfügt. Weiter geht es zum Wendelinushof. Hier heißt scheinbar alles nach einer Gestalt aus dem Mittelalter,  aber gut. Dieser ist ein Erlebnishof mit allem was dazugehört. Restaurants, Gärtnerei, Vieh, Landwirtschaft, und so weiter, sehr gut aufgemacht, bestimmt interessant. Es gibt auch einen eigenen Busparkplatz. An diesem Ostersonntag ist hier später bestimmt einiges los, aber zu dieser frühen Stunde ist noch alles still.

Über die von Windrädern umgebenen Hügel laufe ich dann meist auf Asphaltwegen weiter nach Werschweiler. Unterwegs sehe ich Rehe, höre den ersten Baumpieper und ein Fasanenhahn fliegt vor mir auf. Auf den Wiesen blüht das Schaumkrautund aus einem Gebüsch kommen schnarrende Geräusche, die ich nicht zuordnen kann.

Weiter geht es auf Asphalt durch das Tiefenbachtal, an einigen Weihern vorbei nach Saal. 

Ich folge dem Panorama Weg Sankt Wendeler Land weiter, stelle aber irgendwann fest, dass der NST abseits davon verläuft. Was soll’s der NST gefällt mir ohnehin hier überhaupt nicht. Daher kann ich auch genauso gut auf dem Panorama Weg weiterlaufen und ansonsten teilweise auch einen eigenen Weg nehmen.

Tatsächlich ist der weitere Weg zunächst ganz schön. Es geht auf einem Pfad im Laubwald nicht weit entfernt vom Waldrand weiter, dann aber auch teilweise direkt am Waldrand. Die erste wirklich schöne Strecke heute! Zweimal sehe ich noch eine grüne Kompassnadel, interessant, da der Track eigentlich woanders verläuft. Ich gelange kurz an eine Straße und folge ab dann der grün-weißen Markierung eines Weges des Pfälzer Wald Vereins. Ich habe diese Route ausgewählt, da sie weniger durch Ortschaften führt als der NST. Tatsächlich ist der Auftakt gleich wirklich schön, Laubwald, Erdwege, und ich habe das Gefühl, tatsächlich wieder in einer einsamen Gegend zu sein, was ich in den letzten Tagen kaum hatte. 

Auch außerhalb des Waldes ist es mit Weiß blühenden Kirschbäumen, satt grünen Wiesen und einem blauen Himmel mit etlichen Schäfchenwolken ziemlich schön. Tolles Osterwetter! 

Auf den Feldern hat mittlerweile der Raps zu blühen begonnen.

Schließlich geht es runter nach Herschweiler, was ziemlich ausgestorben wirkt.

Anschließend steige ich auf zum Hühnerkopf, wo sich schöne Aussichten ergeben, natürlich mit Windrädern…

Schließlich geht’s runter zur Straße, und ich laufe weiter auf Asphalt. Es ist warm, so dass ich im T-Shirt laufe, aber recht windig dabei.

Auf einem Feldweg begegnen mir Helga und ihr Hund Reno. Die Frau spricht mich an und sagt, dass ich ja wohl was Größeres vorhabe. Ich erzähle ein bisschen von meiner Wanderung, was sie ziemlich begeistert. Sie träumt auch von so einer Tour, sagt sie. Ich zeige ihr meine Route und erzähle ein bisschen über meine Wanderung, dann trennen sich unsere Wege wieder.

Ich überquere die A 62 auf einer hohen Brücke, und laufe dann längere Zeit am Waldrand entlang. Bald geht es aber wieder auf asphaltierten Feldwegen zwischen Windrädern hindurch weiter. Inzwischen ist es komplett bewölkt und eher ungemütlich. Nichtsdestotrotz sind eine ganze Reihe Leute unterwegs auf ihrem Osterspaziergang. Schließlich steige ich ab in das Tal des Kuselbachs mit Eisenbahnlinie und Industriegebiet.

Ich laufe auf einem Pfad des Tal des Gailbachs hoch, und stoße schließlich wieder auf die Route des NST, die hier dem blauen V des Veldenzwanderwegs folgt.

Zum ersten Mal heute laufe ich längere Zeit durch ein geschlossenes Waldgebiet, was recht abwechslungsreich ist. Schließlich geht es runter nach Erdesbach, wo eine Tafel darüber informiert, dass der Veldenzwanderweg insgesamt 60 km lang ist und durch eine ehemalige Grafschaft führt. Vom Ort steige ich wieder hoch in den Wald.

Am Wartekopf gibt es eine Samenplantage für Waldbäume die dort mit weitem Abstand zueinander niedrig wachsen damit aus ihren Samen die jungen Bäume für Anpflanzungen gewonnen werden können. Der Veldenzwanderweg führt hier durch ein Naturschutzgebiet und grenzt an den großen Truppenübungsplatz Baumholder an.

Heute ist ja Ostern, das Fest des Friedens. In diesem Zusammenhang muss man sagen, dass in Teilen von Politik und Medien zur Zeit eine unsägliche Kriegsrhetorik eingezogen ist, die nur damit erklärbar ist, der Bevölkerung zu vermitteln, die hunderte von Milliarden schwere Verschuldung für die Aufrüstung sei unvermeidbar. So heißt es inzwischen „Kriegstüchtig“ statt „Verteidigungsfähig“ und es gibt sogenannte Experten die suggerieren ein russischer Angriff auf die Nato stehe in wenigen Jahren zu erwarten. 

Krieg ist eine absolute Katastrophe und es muss immer alles getan werden um ihn zu vermeiden! Dazu gehört auch Gespräche mit Regierungen die man ablehnt zu führen und Kompromisse einzugehen. 

Die folgende Strecke ist sehr schön: Zunächst überwiegend zwischen Gebüschen und offenen Grasstreifen, dann auf einem Pfad im Hang durch Laubwald. Da ich nicht mehr genug Wasser habe, steige ich ein ganzes Stück querfeldein steil zum Talbach ab um meine Flasche zu füllen. Schließlich verlasse ich den Weg und finde ein Plätzchen im Eichenwald zwischen Schlehengebüschen. 

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