Samstag, 14. März 2026

WdH 37 Von Breitscheid nach Westerburg



















 




Sa, 14.3.2026


WdH 37: Von Breitscheid nach Westerburg


11:53 h, 48,6 km, 882 hm Aufstieg, 884 hm Abstieg 


Zusammenfassung: Heute ist ein ungemütlicher Tag, an dem es die meiste Zeit regnet, und morgens sogar etwas schneit. Der Westerwald macht seinem rauen Ruf alle Ehre! Von der Fuchskaute, dem höchsten Berg im Westerwald sehe ich wenig, da er in Nebel gehüllt ist. Immer wieder verläuft der Westerwaldsteig über unbefestigte Wege, die heute aber ziemlich nass und schlammig sind. Zunächst geht es nur durch relativ kleine Waldstücke und ich habe das Gefühl, dass eine Straße nie besonders weit entfernt ist. So habe ich nicht den Eindruck wirklich in der Natur zu sein. Ein Höhepunkt ist die Holzbach Schlucht, wo der Bach an bemoosten, dunklen Basaltfelsen vorbei fließt. Heute ist es trotz des kühlen Wetters noch grüner als gestern. Die Lerchensporne sind stärker aufgeblüht und die Hainbuchen Blätter haben ihre Knospen gesprengt. Ein besonders schöner Abschnitt ist oberhalb von Gemünden und Westerburg, wo es lange Zeit über einen Pfad durch den Buchenwald und am Waldrand entlang geht. Nach einem langen, nassen Tag schlage ich schließlich mein Lager in Hörweite von Windrädern in einer Hütte auf.


Nachdem ich auf dem Zimmer Müsli gegessen und Kaffee getrunken habe, starte ich in der Morgendämmerung in einen ungemütlichen Tag. Es regnet leicht aber kontinuierlich, daher trage ich Regenjacke- und Hose. Bald sehe ich drei Rehe und passiere dann die große Grasfläche des Breitscheider Flugplatzes. Die Landschaft hier ist recht abwechslungsreich, mit Grasflächen in denen einzelne Weißdornsträucher stehen und kleinen Waldstücken. Ich passiere den Heisterberger Weiher mit seinem Campingplatz und gelange in das Naturschutzgebiet Bermershude, wo ein Laubwaldrest die Zeit vom 16-18. JH. überdauert hat, als der Westerwald weitgehend entwaldet war. 

Der Westerwaldsteig verläuft hier immer mal wieder über unbefestigte Wege, aber die nahe Bundesstraße stört. Als ich zur Fuchskaute aufsteige, mit 645 m Höhe der höchste Berg des Westerwalds, verwandelt sich der Regen in Schnee und es ist neblig, was zu der kargen Landschaft passt. Von einem Gipfel bekomme ich nichts mit und steige an einem Windrad vorbei ab. Immer wieder geht es durch Wald, meist aus rel. jungen Ahornen und Eschen, immer wieder gibt es aber auch sumpfige, mit Erlen bestandene Sumpfflächen. Fichtenwald gibt es nur noch wenig, dafür aber etliche Freiflächen auf denen häufig Wuchshüllen aus Plastik stehen.

Als zwei Wanderer mit Rucksack mir entgegen kommen, spreche ich sie an. Bastian und André sind Mitte 40 und wollen nach Herborn laufen. Kurioserweise wollen sie in Breitscheid in der selben Unterkunft wie ich absteigen. Als ich von meinem Projekt erzähle, erwähnt Bastian, dass es uns in Deutschland immer noch sehr gut geht, verglichen mit den meisten Ländern und es doch nicht so schlimm wäre, sollten wir in Zukunft weniger Wohlstand haben.

Ich passiere den Ort Rehe, wandere ein Stück am Krombachstausee entlang und gelange in ein etwas größeres Waldgebiet, dass zum Teil zu einem Übungsplatz der Bundeswehr gehört. So schön ich unbefestigte Wege auch finde, heute sind sie nass und schlammig. 

Zweimal verkündet ein aufgehängter Zettel, dass der Westerwaldsteig hier gesperrt sei, ohne eine Umleitung anzubieten. Für die erste Sperrung sehe ich keinen Grund, bei der zweiten hat ein Harvester gearbeitet, der aber längst fertig ist. 

Nachdem ich an Rennerod vorbei bin, regnet es etwa eine halbe Stunde lang heftiger, so dass ich unter einem abgestellten Ladewagen Schutz suche. 

Schließlich gelange ich in die Holzbachschlucht wo ein wilder Bach über moosbedeckte Basaltbrocken fließt. Leider sind erst einige Lerchensporne aufgeblüht und die Blüten der gelben und weißen Buschwindröschen noch geschlossen. 

Oberhalb von Gemünden führt dann lange ein Pfad am Waldrand entlang, der schließlich durch den Buchenwald oberhalb von Westerburg führt, was unterhalb recht steiler Klippen liegt. 

Ich laufe durch Hergenroth und passiere dann die offenen Flächen eines ehemaligen BW- Geländes. Ich überquere eine Straße und gelange in einen Wald, in dem sich Windräder drehen. Eine Fläche mit Laubbäumen wurde gerade frisch gerodet, wohl für ein Weiteres. In der Dämmerung beziehe ich schließlich mein Lager in einer Hütte, in deutlicher Hörweite der Windenergie Anlagen. 





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