Mo, 2.3.2026
WdH 25 Von Eschershausen nach Nienover
11:31 h, 48,5 km, 1081 hm Aufstieg, 922 hm Abstieg
Zusammenfassung: In der Nacht hat es gefroren, dennoch war mir nicht allzu kalt. Als ich aus dem Wald komme, sehe ich einen Fuchs auf dem Feld. Hinter Stadtoldendorf laufe ich durch einen abwechslungsreiches Naturschutzgebiet mit Magerrasen und Hecken. Jetzt bin ich wieder auf dem NST und folge dem Weserbergland Weg. Der Pfad am Waldrand entlang unter den steilen Holzberg Klippen ist ein echtes Highlight! Schließlich gelange ich in den idyllisch gelegenen Ort Hellental mit seinen Fachwerkhäusern. Kaum zu glauben, an diesem schönen Montagmorgen habe ich das anschließende schöne Wiesental der Helle für mich alleine. Zunächst durch Buchen- dann Fichtenwald gelange ich auf die Hochfläche des Solling. Durch das Hochmoorgebiet des Mecklenbruch führt ein Holzsteg. An Silberborn und Neuhaus vorbei, folgt der Weg immer wieder schmalen Pfaden. Am sonnigen Waldrand vor Schönhagen fliegen schon Kleine Füchse. Schließlich passiere ich die Häuser von Nienover wo ein Jagdschloss auf einem Hügel thront. An einem Hutewaldprojekt vorbei steige ich auf größtenteils schmalen Pfaden durch meistens alten Laubwald wieder auf. Hier schlage ich dann im Licht des Vollmond ein Cowboy Camp auf. Heute war ein toller Wandertag auf dem Weserbergland Weg!
Schon in der Morgendämmerung bin ich nach dieser Vollmondnacht wieder unterwegs. Zunächst laufe ich auf einem Forstweg durch den Wald an vielen Tümpeln vorbei. Als ich aus dem Wald gelange, sehe ich einen Funkmast und kann meine Blogbeiträge und Posts von gestern hochladen. Ich beobachte einige Rehe hier auf den Feldern. Als ich einem asphaltierten Feldweg folge, sehe ich einen Fuchs über die offene Flur laufen. Der Morgen ist kalt und klar, es hat gefroren. In Stadtoldendorf gelange ich zurück auf den Nord Süd Trail, der hier dem Weserbergland Weg folgt. Ich laufe ein Stück durch die Stadt und an einem Gewerbegebiet vorbei, dann geht es durch ein abwechslungsreiches Naturschutzgebiet mit vielen Hecken und Gebüschen, sowie Magerrasen. Von einer Hügelkante schweift mein Blick zurück bis zum Ith.
Ein schöner, unbefestigter Weg führt mich dann längere Zeit an einem abwechslungsreichen Waldrand entlang, mit schönem Ausblick in die darunter liegende Senke. Links von mir steigt ein Hang steil an zu einem Kamm über dem Felsen aufragen. Hier im Wald wachsen außer Buchen auch viele Bergahorne und Eschen. Außerdem gibt es recht viel Totholz, unter anderem abgebrochene Buchen, die mit Zunderschwämmen bewachsen sind. Dieser schöne Abschnitt, bei dem es schließlich aus dem Wald geht, endet vor dem Dorf Heinade. An vielen Häusern hier hängen Scheiben, die verkünden, dass jemand mal Schützenkönig- oder Königin war. An zwei Häusern gibt es „Willkommen“ Schilder. Mal etwas anderes zu den üblichen Hunde- oder Privatgrundstück Schildern. Auf Feldwegen geht es durch die reizvolle, hügelige Landschaft weiter. Ein Grasweg führt bis an den Rand von Merxhausen. Inzwischen ist es so warm geworden, dass ich ohne Jacke laufen kann. Die Drosseln singen und ein Azurblauer Himmel spannt sich über das hügelige Land.
Ein Asphalt Weg führt mich ein kurzes Stück zu einem Tümpel, in den mehrere Quellen einmünden. Außerdem gibt es hier einen historischen Kalkbrennofen. Weiter geht es auf einem Pfad steil bergauf, bis ich auf einen Fahrweg oberhalb des Tals stoße, dem ich weiter folge. Linker Hand zeichnet sich bereits der große Waldblock des Solling ab.
Ich erreiche den idyllisch gelegenen Ort Hellental mit seinen Fachwerkhäusern.
Weiter geht es entlang von zahlreichen Informationstafeln, die Wissenswertes zu Natur und Kultur hier vermitteln, in das Wiesental der Helle, das eingeschnitten zwischen Gras-und Wald bewachsenen Hängen liegt. Es ist kaum zu glauben, aber an diesem herrlichen Montagmorgen habe ich das idyllische Tal ganz für mich alleine!
Schließlich verlasse ich das Tal und steige stetig auf Forstwegen bergauf bis auf etwa 475 m. Zunächst überwiegend in Buchenwald, später dann auch zunehmend durch Fichtenbestände. Am Weg sehe ich immer wieder angelegte Tümpel, sehr schön!
Stellenweise stehen hier Buchen unter den Fichten, aber zu meinem Erstaunen haben auch noch viele alte Fichtenbestände, die Borkenkäfermassenvermehrung der letzten Jahre überstanden.
Ein Holzsteg führt mich durch das 68 ha große Hochmoor Mecklenbruch. Allerhand Tafeln verraten Wissenswertes überdie Natur des Gebietes und die Renaturierung. Am Rand wachsen Fichten und Birken, nur in der Mitte ist das Moor mehr oder weniger Waldfrei. An sumpfigen Wiesen vorbei, auf denen Rotes Höhenvieh weidet, geht es nach Silberborn. Der NST führt dann aber nicht in den Ort, sondern ich laufe auf einem Pfad ein Stück parallel zu einer Straße, die ich dann überquere.
Weiter geht es durch den Wald, an den schmale Wiesenstücke angrenzen. An einer Stelle passiere ich eine Köhler Hütte mit dem typischen, spitzen Aufbau. Ich unternehme einen Abstecher zum Hochsolling Turm, der zwar ziemlich weit über die Bäume hinausragt, aber dennoch keine umwerfende Aussicht gewährt. Weiter geht es auf dem Pfad entlang von trockenen Sandsteinmauern, die früher Pferdeweiden eingegrenzt haben, da hier im Solling Pferde gezüchtet wurden.
Am Rand von Neuhaus komme ich am Forstamt vorbei, wo es eine Wagenburg gibt, die man als Gast zum Übernachten nutzen kann. Anschließend folge ich einer Allee mit mächtigen Eichen. Ein Pfad führt mich am Wildpark Solling entlang, wo ich aber keine Tiere sehe. Ich gelange an die Straße, wo das Wildparkzentrum liegt, das von den niedersächsischen Landesforsten gleichzeitig als Touristeninformation genutzt wird.Ein schmaler Weg führt durch den Wald weiter parallel zur Bundesstraße. Der Wald linker Hand ist von alten Eichen geprägt. Schließlich geht es wieder tiefer in den Wald, obwohl man die Bundesstraße immer noch hört. Der Wald ist hier großflächig von alten Buchenbeständen geprägt, in denen es aber auch immer wieder dicke Eichen gibt, sehr schön!
Etwas später komme ich auch mal wieder an einer Naturwaldfläche vorbei. Insgesamt 10 % der Fläche der niedersächsischen Landeswälder sind so vor einigen Jahren aus der forstwirtschaftlichen Nutzung genommen worden. Hier steht man offensichtlich dazu, denn überall verkünden Schilder wozu diese Naturwälder da sind.
Später laufe ich dann aber auch durch relativ junge, einförmige Buchenbestände.
Ein Erdweg führt mich dann zum Waldrand oberhalb eines Wiesentals. Schließlich komme ich am ErlebnisWald Solling vorbei mit Baumhaushotel und angrenzendem Campingplatz. Von hier folge ich einem Grasweg am sonnigen Waldrand entlang. Hier fliegen Kleine Füchse. Schließlich gehe ich durch die Felder nach Schönhagen und durchquere den Ort. Dahinter führt ein Asphalt Weg hoch zum Waldrand. Ich laufe durch den recht abwechslungsreichen Wald und erreiche den aus nur wenigen Häusern bestehenden Ort Nienover. Außerdem gibt es hier auf einem Hügel ein großes Jagdschloss. Durch einen Wald mit vielen alten Eichen gelange ich zum Hutewaldprojekt. Auf etwa 200 ha Fläche weiden hier Exmoor Ponys und Heckrinder, der Wald wird aber auch durch Holzeinschlag aufgelichtet. Während sich der Himmel hinter mir sanft lila färbt und der volle Mond schon am Himmel steht, wandere ich auf schmalen Pfaden durch die alten Laubwälder weiter aufwärts. Im letzten Licht um 18:20 schlage ich dann in einem mittelalten Buchenwald mein Cowboycamp auf. Später höre ich noch Wildschweine in der Nähe im Laub trappeln, sehe sie jedoch nicht.













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