Sonntag, 1. März 2026

WdH 24 Von Coppenbrügge nach Eschershausen

 




So, 1.3.2026


WdH 24: Von Coppenbrügge nach Eschershausen


8:29 h, 31,6 km, 1099 hm Aufstieg, 953 hm Abstieg 


Zusammenfassung: Nachdem ich mit den beiden interessanten Frauen gefrühstückt habe, fährt mich Anne zurück nach Coppenbrügge. Von dort steige ich bald zum Kamm des Ith auf, dem ich auf schmalen Pfaden über 20 Kilometer weit folge. Die dunklen Kalkfelsen sind dicht mit Moos und teilweise Hirschzungenfarn bewachsen. Zu meiner großen Freude blühen hier schon die Märzbecher. Der teilweise steinige Fußweg lässt mich nur langsam vorankommen. Dafür treffe ich selbst an diesem schönen Sonntag nur wenig andere Menschen, hier im Buchenwald. Dieser schmale, lange Kamm ist wahrscheinlich deutschlandweit einzigartig, wirklich etwas Besonderes! 

Schließlich erreiche ich die Ithwiesen über die mein Blick weit schweifen kann. Es geht dann abwärts nach Eschershausen im Leinetal. Nachdem ich wieder ein Stück im Wald aufgestiegen bin, schlage ich schließlich mein Lager in einer halb verfallenen Schutzhütte auf. 


Am Morgen frühstücken wir noch gemütlich zusammen, dann bringt mich Anne zurück nach Coppenbrügge, wo ich um 9 Uhr wieder starte. Ein Stück laufe ich noch durch den Ort, dann geht es aufwärts in den Wald des Ith. Bald gelange ich in den Naturwald Saubrink/Oberberg, der einen Buchenwald auf Kalkstein schützt. Mit 240 ha ist das der größte „Urwald von morgen“ Niedersachsens, wie eine Tafel verkündet. An diesem schönen, aber noch recht frischen Morgen, geht es weiter auf einem Pfad durch den beeindruckenden Buchenwald, der mit zahlreichen, moosbedeckten Felsen übersät ist. 

An Steinen vorbei, die mit den langen, grünen Blättern des Hirschzungenfarns bewachsen sind,  geht es über Treppenstufen steil aufwärts an dunklen Kalkklippenvorbei. Ein Mann mit seinem E-Bike sieht rasch ein, dass er hier nicht hochkommt.

Schließlich folgt der Pfad dem schmalen, felsigen Kamm des Ith auf etwa 400 Meter Höhe. 

Mir begegnet hier zunächst nur ein Wanderer. Ich erklimme den niedrigen Ith Turm, von dem der Blick bis ins Wesertal  reicht.

Der Holunder zeigt schon frische, grüne Blätter und auch hier ist der Bärlauch schon draußen. Ein Stück weiter blühen pünktlich zum 1. März, die ersten Märzenbecher, Verwandte der Schneeglöckchen, die man aus dem Garten kennt. Als ich weiter laufe,  sehe ich noch viele weitere. Im Wald wachsen hier außer den Buchen auch viele Bergahorne und Eschen. Nach 5,7 Kilometern stößt der Pfad auf einen Fahrweg, dem ich weiter folge. Es geht abwärts zu einer Straße, dann geht es auf einem Fußweg dem Kamm folgend,  zunächst ziemlich steil weiter. Der Pfad ist teilweise recht steinig und immer wieder muss ich über Bäume klettern, daher ist das Vorankommen ziemlich langsam. Der nächste Pfadabschnitt endet nach 5,7 km. Dadurch, dass der Ith Kamm so schmal ist, ergeben sich häufig Aussichten zu den Seiten. Man sieht größere Steinbrüche in den benachbarten Höhenzügen, aber auch die Türme eines Kernkraftwerks an der Weser. Auf diesem Abschnitt begegne ich einigen Leuten. Später verbreitet sich der Kamm und ist einfacher zu begehen. Stellenweise stapfe ich durch eine dicke Laubdecke, die der Wind angeweht hat. Dieser Teil des Kamms gefällt mir noch besser. An der Kante ragen auch hier hohe, bizarre Felsen auf. Nach insgesamt 24 km und über 900 Höhenmetern Aufstieg endet der Pfad schließlich an der Ithstraße. Hier sind zahlreiche Motorradfahrer. Bald biege ich auf einen asphaltierten Feldweg ab, der durch das Naturschutzgebiet Ith Wiesen führt, wo ich bei strahlend blauem Himmel tolle Aussichten erhalte. Ich passiere einen Segelflugplatz, wo gerade Betrieb herrscht, und biege dann auf einen Pfad in den Wald ab.

Abseits des Weges gibt es hier einige Höhlen. Eine Tafel verrät, dass die 57 m lange Rothesteinhöhle in der Bronzezeit vermutlich für kultische Handlungen genutzt wurde. Bis zum 1. April ist die Höhle geschlossen, zum Schutz der Fledermäuse, die dort hier Winterquartier haben. 

Schließlich geht ein Fußweg bergab, aus dem Wald. Auf einem Grasweg laufe ich durch Felder und Wiesen weiter. Ich streife kurz Scharfoldendorf. 

Eine Holzbrücke führt mich dann über die hier noch winzige Leine.

Ich gelange nach Eschershausen, wo Leute sich Eiswaffeln aus einem Café holen. Am Waldeingang fülle ich meine Wasserflasche an einem Bach, dem ich dann auf einem Fußweg steil aufwärts folge. Nachdem ich wieder auf einen Fahrweg gelangt bin, schlage ich gegen 17:30 Uhr mein Lager in einer halbverfallenen Schutzhütte auf. Später bellt in der Nähe ein Reh, dem wohl meine Anwesenheit nicht gefällt. 



























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