Mi, 18.2.2026
WdH 14 Von Ohe nach Hamburg
6:39 h, 28 km, 214 hm Aufstieg, 235 hm Abstieg
Zusammenfassung: An den Wandertag heute hatte ich eigentlich keine großen Erwartungen, da es in die Großstadt Hamburg hineingehen sollte. Tatsächlich entpuppt sich aber ein Teil der Strecke als gar nicht so schlecht. Vor allem der Gehölzgürtel entlang der Bille und das Naturschutzgebiet Boberger Niederung sind Highlights. Auch dichter am Stadtzentrum folge ich über weite Strecken Radwegen, teilweise laufe ich natürlich auch entlang von Straßen. Schließlich verlasse ich den NST, um meine Tochter Marie zu besuchen, bei der ich die nächsten zwei Nächte verbringen möchte.
Nach dem Frühstück begleitet mich Dörte noch ein Stück bis zur Kirche. Dabei erzählt sie, wie ein Bürgerverein, dem Ort, der mehr oder weniger zur „Schlafstadt“ geworden war, neues Leben eingehaucht hat. Dann folge ich einer Allee durch die Felder. Schon bald gelange ich in den Wald, wo ich wieder auf den NST stoße. Hier gibt es tatsächlich auch eine E1 Markierung! Ein Pfad führt mich durch den Wald zu einer viel befahrenen Straße, der ich ein Stück folge. Mich beschäftigt noch die Unterhaltung von gestern. Kann es nicht vielleicht sein, dass uns die Anwendung von KI eher die Möglichkeit für eine stärkere Hinwendung zu sozialen und kreativen Tätigkeiten geben kann, ebenso wie einer stärkeren Beschäftigung mit der Natur? Voraussetzung dafür wäre natürlich, dass die Produktivitätsgewinne nicht nur bei den Unternehmen bleiben, die diese Technologien entwickeln. Letzten Endes sollte das auch in deren Interesse liegen, da jemand ja die von Robotern etc. hergestellten Produkte auch kaufen muss. Wie wir als Gesellschaft durch die politischen Akteure die Weichen stellen, ist entscheidend. Aber eine positive Zukunft mit künstlicher Intelligenz erscheint mir nicht unmöglich!
Eine Zeit lang laufe ich an einer Allee mit mächtigen Bäumen entlang und gehe dann durch die Straßen von Blocksberg, bis es wieder in den Wald an der Bille geht. Es gibt hier tiefe Gräben, daher der Name Wolfsschlucht. Auf einer Tafel der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten steht, dass auf Maschinengassen zur Holzernte nur 11 % der Gesamtfläche befahren werden würden. Mag ja sein, dass das hier so ist, aber deutschlandweit ist dieser Wert leider immer noch viel höher! In diesem vielfältigen Mischwaldgebiet gibt es eine ganze Reihe weiterer neuer, gut gemachter Informationstafeln. Bald laufe ich ein Stück durch Reinbek. Dann geht es weiter durch den schmalen Laubwaldgürtel oberhalb der Bille. Natürlich grenzt hier Besiedlung überall an, nichtsdestotrotz ist der Weg für die Nähe zur Stadt ganz schön. Hier singen Amseln und Buchfinken.Es ist heute zwar auch grau, aber nicht so kalt, wahrscheinlich hat es um die 0°. Etwas später wandere ich dichter an der Bille, die hier von einem Erlenstreifen gesäumt wird. Weiter geht es durch relativ hügeligen Mischwald entlang einer Bahnlinie. Dann führt mich mein Weg weiter durch die Gehölzbereiche unmittelbar an der Bille. Schließlich geht es durch die Straßen des Hamburger Stadtteils Bergedorf. Weiter laufe ich durch die Sander Tannen, einen Wald, der überwiegend aus Kiefern besteht. Hier sind einige Hundespaziergänger unterwegs. Ich überquere eine Straße und laufe dann in das Naturschutzgebiet Boberger Niederung. Hier wächst ein dichter Wald aus Birken und Aspen. Weiter geht es durch teilweise offene Flächen am Segelflugplatz Boberg. Hier gedeiht sogar Heidekraut und es gibt Dünen! Es zeigt sich jetzt sogar etwas blauer Himmel. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich mit ihrer Mischung aus offenen Flächen und Birkenwäldchen. Später passiere ich auch einige markante Eichen. Weiter geht es um den Schnee- und eisbedeckten Boberger See herum. Dann gehe ich durch die offenen Flächen des Havighorster Moores und quere die A1 mittels einer Unterführung. Eine Zeit lang laufe ich durch die Straßen der Stadt. Dann folge ich einem Gehweg am U-Bahnhof Billstedt vorbei und weiter. Meist kann ich den Gleisen der S-Bahn entlang von Radwegen folgen, was die Orientierung erleichtert. Es gibt teilweise aber auch noch Markierungen. Bei der U-Bahnstation Burgweg verlasse ich dann den NST und mache mich auf den Weg zu meiner Tochter Marie, bei der ich die beiden nächsten Nächte verbringen will.










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