So, 5.4.2026
WdH 59: von St. Wendel nach Rathsweiler
10:38 h, 40,2 km, 1079 hm Aufstieg, 1022 hm Abstieg
Zusammenfassung: Schon früh am Morgen verlasse ich St. Wendel. Ich passiere den großen Wendelinus Erlebnishof und komme irgendwann vom NST ab, der nicht mehr dem Panorama Weg Sankt Wendeler Land folgt. Für etwa 17 km folge ich einer eigenen Route, einem Wanderweg des Pfälzer Waldvereins. Schließlich gelange ich wieder auf den NST, der hier dem Veldenzer Wanderweg folgt. Dieser gefällt mir recht gut, vor allem, als er am Rand des Truppenübungsplatzes Baumholder entlang führt, durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft.
Heute ist Ostern, das Fest des Friedens. Daher muss ich daran denken, wie auch bei uns mittlerweile eine ziemlich krasse Kriegsrhetorik Einzug gehalten hat, in Teilen der Politik und der Medien. Damit soll offenbar der Bevölkerung die Unausweichlichkeit der hunderte von Milliarden schweren Aufrüstung klargemacht werden, die zur Zeit mit hohen Schulden geschieht. Ich denke, Krieg ist eine absolute Katastrophe, und es muss immer alles getan werden, um ihn zu vermeiden, beziehungsweise zu beenden. Dazu gehört, auch mit Leuten zu sprechen, mit denen man ungern spricht, und Kompromisse einzugehen.
Schließlich finde ich ein schönes Plätzchen und hoffe, eine ruhige Nacht zu verbringen.
Während der langsam abnehmende Vollmond untergeht, bin ich schon wieder unterwegs. Bald habe ich Sankt Wendel hinter mir gelassen und passiere das große Wendelinus Missionshaus der Steyler Missionare. Klar hat die Kirche an Bedeutung verloren, aber es ist nicht so, dass sie nicht immer noch über viel Besitz verfügt. Weiter geht es zum Wendelinushof. Hier heißt scheinbar alles nach einer Gestalt aus dem Mittelalter, aber gut. Dieser ist ein Erlebnishof mit allem was dazugehört. Restaurants, Gärtnerei, Vieh, Landwirtschaft, und so weiter, sehr gut aufgemacht, bestimmt interessant. Es gibt auch einen eigenen Busparkplatz. An diesem Ostersonntag ist hier später bestimmt einiges los, aber zu dieser frühen Stunde ist noch alles still.
Über die von Windrädern umgebenen Hügel laufe ich dann meist auf Asphaltwegen weiter nach Werschweiler. Unterwegs sehe ich Rehe, höre den ersten Baumpieper und ein Fasanenhahn fliegt vor mir auf. Auf den Wiesen blüht das Schaumkrautund aus einem Gebüsch kommen schnarrende Geräusche, die ich nicht zuordnen kann.
Weiter geht es auf Asphalt durch das Tiefenbachtal, an einigen Weihern vorbei nach Saal.
Ich folge dem Panorama Weg Sankt Wendeler Land weiter, stelle aber irgendwann fest, dass der NST abseits davon verläuft. Was soll’s der NST gefällt mir ohnehin hier überhaupt nicht. Daher kann ich auch genauso gut auf dem Panorama Weg weiterlaufen und ansonsten teilweise auch einen eigenen Weg nehmen.
Tatsächlich ist der weitere Weg zunächst ganz schön. Es geht auf einem Pfad im Laubwald nicht weit entfernt vom Waldrand weiter, dann aber auch teilweise direkt am Waldrand. Die erste wirklich schöne Strecke heute! Zweimal sehe ich noch eine grüne Kompassnadel, interessant, da der Track eigentlich woanders verläuft. Ich gelange kurz an eine Straße und folge ab dann der grün-weißen Markierung eines Weges des Pfälzer Wald Vereins. Ich habe diese Route ausgewählt, da sie weniger durch Ortschaften führt als der NST. Tatsächlich ist der Auftakt gleich wirklich schön, Laubwald, Erdwege, und ich habe das Gefühl, tatsächlich wieder in einer einsamen Gegend zu sein, was ich in den letzten Tagen kaum hatte.
Auch außerhalb des Waldes ist es mit Weiß blühenden Kirschbäumen, satt grünen Wiesen und einem blauen Himmel mit etlichen Schäfchenwolken ziemlich schön. Tolles Osterwetter!
Auf den Feldern hat mittlerweile der Raps zu blühen begonnen.
Schließlich geht es runter nach Herschweiler, was ziemlich ausgestorben wirkt.
Anschließend steige ich auf zum Hühnerkopf, wo sich schöne Aussichten ergeben, natürlich mit Windrädern…
Schließlich geht’s runter zur Straße, und ich laufe weiter auf Asphalt. Es ist warm, so dass ich im T-Shirt laufe, aber recht windig dabei.
Auf einem Feldweg begegnen mir Helga und ihr Hund Reno. Die Frau spricht mich an und sagt, dass ich ja wohl was Größeres vorhabe. Ich erzähle ein bisschen von meiner Wanderung, was sie ziemlich begeistert. Sie träumt auch von so einer Tour, sagt sie. Ich zeige ihr meine Route und erzähle ein bisschen über meine Wanderung, dann trennen sich unsere Wege wieder.
Ich überquere die A 62 auf einer hohen Brücke, und laufe dann längere Zeit am Waldrand entlang. Bald geht es aber wieder auf asphaltierten Feldwegen zwischen Windrädern hindurch weiter. Inzwischen ist es komplett bewölkt und eher ungemütlich. Nichtsdestotrotz sind eine ganze Reihe Leute unterwegs auf ihrem Osterspaziergang. Schließlich steige ich ab in das Tal des Kuselbachs mit Eisenbahnlinie und Industriegebiet.
Ich laufe auf einem Pfad des Tal des Gailbachs hoch, und stoße schließlich wieder auf die Route des NST, die hier dem blauen V des Veldenzwanderwegs folgt.
Zum ersten Mal heute laufe ich längere Zeit durch ein geschlossenes Waldgebiet, was recht abwechslungsreich ist. Schließlich geht es runter nach Erdesbach, wo eine Tafel darüber informiert, dass der Veldenzwanderweg insgesamt 60 km lang ist und durch eine ehemalige Grafschaft führt. Vom Ort steige ich wieder hoch in den Wald.
Am Wartekopf gibt es eine Samenplantage für Waldbäume die dort mit weitem Abstand zueinander niedrig wachsen damit aus ihren Samen die jungen Bäume für Anpflanzungen gewonnen werden können. Der Veldenzwanderweg führt hier durch ein Naturschutzgebiet und grenzt an den großen Truppenübungsplatz Baumholder an.
Heute ist ja Ostern, das Fest des Friedens. In diesem Zusammenhang muss man sagen, dass in Teilen von Politik und Medien zur Zeit eine unsägliche Kriegsrhetorik eingezogen ist, die nur damit erklärbar ist, der Bevölkerung zu vermitteln, die hunderte von Milliarden schwere Verschuldung für die Aufrüstung sei unvermeidbar. So heißt es inzwischen „Kriegstüchtig“ statt „Verteidigungsfähig“ und es gibt sogenannte Experten die suggerieren ein russischer Angriff auf die Nato stehe in wenigen Jahren zu erwarten.
Krieg ist eine absolute Katastrophe und es muss immer alles getan werden um ihn zu vermeiden! Dazu gehört auch Gespräche mit Regierungen die man ablehnt zu führen und Kompromisse einzugehen.
Die folgende Strecke ist sehr schön: Zunächst überwiegend zwischen Gebüschen und offenen Grasstreifen, dann auf einem Pfad im Hang durch Laubwald. Da ich nicht mehr genug Wasser habe, steige ich ein ganzes Stück querfeldein steil zum Talbach ab um meine Flasche zu füllen. Schließlich verlasse ich den Weg und finde ein Plätzchen im Eichenwald zwischen Schlehengebüschen.
Später kommt noch Damwild ganz in der Nähe vorbei.
So, 5.4.2026
WdH 59: von St. Wendel nach Rathsweiler
10:38 h, 40,2 km, 1079 hm Aufstieg, 1022 hm Abstieg
Zusammenfassung: Schon früh am Morgen verlasse ich St. Wendel. Ich passiere den großen Wendelinus Erlebnishof und komme irgendwann vom NST ab, der nicht mehr dem Panorama Weg Sankt Wendeler Land folgt. Für etwa 17 km folge ich einer eigenen Route, einem Wanderweg des Pfälzer Waldvereins. Schließlich gelange ich wieder auf den NST, der hier dem Veldenzer Wanderweg folgt. Dieser gefällt mir recht gut, vor allem, als er am Rand des Truppenübungsplatzes Baumholder entlang führt, durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft.
Heute ist Ostern, das Fest des Friedens. Daher muss ich daran denken, wie auch bei uns mittlerweile eine ziemlich krasse Kriegsrhetorik Einzug gehalten hat, in Teilen der Politik und der Medien. Damit soll offenbar der Bevölkerung die Unausweichlichkeit der hunderte von Milliarden schweren Aufrüstung klargemacht werden, die zur Zeit mit hohen Schulden geschieht. Ich denke, Krieg ist eine absolute Katastrophe, und es muss immer alles getan werden, um ihn zu vermeiden, beziehungsweise zu beenden. Dazu gehört, auch mit Leuten zu sprechen, mit denen man ungern spricht, und Kompromisse einzugehen.
Schließlich finde ich ein schönes Plätzchen und hoffe, eine ruhige Nacht zu verbringen.
Während der langsam abnehmende Vollmond untergeht, bin ich schon wieder unterwegs. Bald habe ich Sankt Wendel hinter mir gelassen und passiere das große Wendelinus Missionshaus der Steyler Missionare. Klar hat die Kirche an Bedeutung verloren, aber es ist nicht so, dass sie nicht immer noch über viel Besitz verfügt. Weiter geht es zum Wendelinushof. Hier heißt scheinbar alles nach einer Gestalt aus dem Mittelalter, aber gut. Dieser ist ein Erlebnishof mit allem was dazugehört. Restaurants, Gärtnerei, Vieh, Landwirtschaft, und so weiter, sehr gut aufgemacht, bestimmt interessant. Es gibt auch einen eigenen Busparkplatz. An diesem Ostersonntag ist hier später bestimmt einiges los, aber zu dieser frühen Stunde ist noch alles still.
Über die von Windrädern umgebenen Hügel laufe ich dann meist auf Asphaltwegen weiter nach Werschweiler. Unterwegs sehe ich Rehe, höre den ersten Baumpieper und ein Fasanenhahn fliegt vor mir auf. Auf den Wiesen blüht das Schaumkrautund aus einem Gebüsch kommen schnarrende Geräusche, die ich nicht zuordnen kann.
Weiter geht es auf Asphalt durch das Tiefenbachtal, an einigen Weihern vorbei nach Saal.
Ich folge dem Panorama Weg Sankt Wendeler Land weiter, stelle aber irgendwann fest, dass der NST abseits davon verläuft. Was soll’s der NST gefällt mir ohnehin hier überhaupt nicht. Daher kann ich auch genauso gut auf dem Panorama Weg weiterlaufen und ansonsten teilweise auch einen eigenen Weg nehmen.
Tatsächlich ist der weitere Weg zunächst ganz schön. Es geht auf einem Pfad im Laubwald nicht weit entfernt vom Waldrand weiter, dann aber auch teilweise direkt am Waldrand. Die erste wirklich schöne Strecke heute! Zweimal sehe ich noch eine grüne Kompassnadel, interessant, da der Track eigentlich woanders verläuft. Ich gelange kurz an eine Straße und folge ab dann der grün-weißen Markierung eines Weges des Pfälzer Wald Vereins. Ich habe diese Route ausgewählt, da sie weniger durch Ortschaften führt als der NST. Tatsächlich ist der Auftakt gleich wirklich schön, Laubwald, Erdwege, und ich habe das Gefühl, tatsächlich wieder in einer einsamen Gegend zu sein, was ich in den letzten Tagen kaum hatte.
Auch außerhalb des Waldes ist es mit Weiß blühenden Kirschbäumen, satt grünen Wiesen und einem blauen Himmel mit etlichen Schäfchenwolken ziemlich schön. Tolles Osterwetter!
Auf den Feldern hat mittlerweile der Raps zu blühen begonnen.
Schließlich geht es runter nach Herschweiler, was ziemlich ausgestorben wirkt.
Anschließend steige ich auf zum Hühnerkopf, wo sich schöne Aussichten ergeben, natürlich mit Windrädern…
Schließlich geht’s runter zur Straße, und ich laufe weiter auf Asphalt. Es ist warm, so dass ich im T-Shirt laufe, aber recht windig dabei.
Auf einem Feldweg begegnen mir Helga und ihr Hund Reno. Die Frau spricht mich an und sagt, dass ich ja wohl was Größeres vorhabe. Ich erzähle ein bisschen von meiner Wanderung, was sie ziemlich begeistert. Sie träumt auch von so einer Tour, sagt sie. Ich zeige ihr meine Route und erzähle ein bisschen über meine Wanderung, dann trennen sich unsere Wege wieder.
Ich überquere die A 62 auf einer hohen Brücke, und laufe dann längere Zeit am Waldrand entlang. Bald geht es aber wieder auf asphaltierten Feldwegen zwischen Windrädern hindurch weiter. Inzwischen ist es komplett bewölkt und eher ungemütlich. Nichtsdestotrotz sind eine ganze Reihe Leute unterwegs auf ihrem Osterspaziergang. Schließlich steige ich ab in das Tal des Kuselbachs mit Eisenbahnlinie und Industriegebiet.
Ich laufe auf einem Pfad des Tal des Gailbachs hoch, und stoße schließlich wieder auf die Route des NST, die hier dem blauen V des Veldenzwanderwegs folgt.
Zum ersten Mal heute laufe ich längere Zeit durch ein geschlossenes Waldgebiet, was recht abwechslungsreich ist. Schließlich geht es runter nach Erdesbach, wo eine Tafel darüber informiert, dass der Veldenzwanderweg insgesamt 60 km lang ist und durch eine ehemalige Grafschaft führt. Vom Ort steige ich wieder hoch in den Wald.
Am Wartekopf gibt es eine Samenplantage für Waldbäume die dort mit weitem Abstand zueinander niedrig wachsen damit aus ihren Samen die jungen Bäume für Anpflanzungen gewonnen werden können. Der Veldenzwanderweg führt hier durch ein Naturschutzgebiet und grenzt an den großen Truppenübungsplatz Baumholder an.
Heute ist ja Ostern, das Fest des Friedens. In diesem Zusammenhang muss man sagen, dass in Teilen von Politik und Medien zur Zeit eine unsägliche Kriegsrhetorik eingezogen ist, die nur damit erklärbar ist, der Bevölkerung zu vermitteln, die hunderte von Milliarden schwere Verschuldung für die Aufrüstung sei unvermeidbar. So heißt es inzwischen „Kriegstüchtig“ statt „Verteidigungsfähig“ und es gibt sogenannte Experten die suggerieren ein russischer Angriff auf die Nato stehe in wenigen Jahren zu erwarten.
Krieg ist eine absolute Katastrophe und es muss immer alles getan werden um ihn zu vermeiden! Dazu gehört auch Gespräche mit Regierungen die man ablehnt zu führen und Kompromisse einzugehen.
Die folgende Strecke ist sehr schön: Zunächst überwiegend zwischen Gebüschen und offenen Grasstreifen, dann auf einem Pfad im Hang durch Laubwald. Da ich nicht mehr genug Wasser habe, steige ich ein ganzes Stück querfeldein steil zum Talbach ab um meine Flasche zu füllen. Schließlich verlasse ich den Weg und finde ein Plätzchen im Eichenwald zwischen Schlehengebüschen.





















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