29.3.2026
WdH 52: Von Idar Oberstein nach Morscheid
12 h, 43,2 km, 1487 hm Aufstieg, 1264 hm Abstieg
Zusammenfassung: Der Morgen beginnt ungemütlich mit Schneeschauern. Zwar erscheinen über Tag Sonne und blauer Himmel, es bleibt aber ziemlich kalt. Die ersten 7 km laufe ich auf einem Zuweg zum Saar-Hunsrück-Steig, der nicht besonders markiert ist. Ich höre Wildschweine im Gebüsch, sehe sie aber nicht. Schließlich erreiche ich wieder meinen Weg und gelange zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Hier folge ich zunächst dem Mörschieder Burr, einer Berg mauer, die zu einer Seite mit vielen Felsen steil abfällt. Ich passiere den Aussichtsturm der Wildenburg, und steige über eine weitere Felshalde zur Straße im Tal ab. Zunächst bleibe ich noch im Nationalpark, wo ich zu Felsen aufsteige und durch ausgedehnte, alte Buchenwälder wandere. Nachdem ich eine Straße überquert habe, geht es für ein kurzes Stück durch offenes Feld an Langweiler vorbei. Anschließend wandere ich lange wieder in einem großen Waldgebiet. Auf 700 m Höhe liegt hier sogar noch etwas Schnee! Beim Hotel Ortelsbruch, einem Moorgebiet, sind etliche Besuche unterwegs. Man kann das Moor hier auf einem Bohlensteg erleben. An Hoxel vorbei erreiche ich schließlich den Herchenbach, der von einem beeindruckenden Viadukt überspannt wird.
Nach Rührei und Kaffee bin ich früh am Morgen wieder unterwegs. Auch heute gehen zunächst Schneeschauer nieder. Die ersten 7 km laufe ich auf einem Zuweg zum Saar-Hunsrück-Steig. Dieser ist nicht besonders markiert, führt aber hauptsächlich auf ruhigen Pfaden im Wald mit ziemlich vielen Steigungen. Aus einem Gebüsch höre ich Wildschweine, sehe sie aber nicht. Ebenso beobachte ich zweimal zwei Rehe. Es geht an einem Weiher vorbei, wo man sich in der Edelsteinsuche erproben kann, Meist laufe ich im Wald erst ziemlich zuletzt geht es ein Stück weit über Feld, bis ich dann tatsächlich den Saar-Hunsrück-Steig wieder erreiche. Vorher passiere ich eine mächtige Eiche mit fast 5 m Umfang.
Ich wandere dann im Wald beziehungsweise am Waldrand entlang, das Tal des Vollmersbachs hoch und gelange an einen Abschnitt, wo für die prominenten Besuche der Edelsteinstraße Gedenksteine aufgestellt wurden. Ich streife den Ort Herborn und gelange bald in den Wald.
Hier gibt es auch noch größere alte Fichtenbestände. Ohne dass ein Schild darauf hinweist, gelange ich in den Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Bald gelange ich auf den Mörschieder Burr, das ist ein langgestreckter Höhenzug, der zu einer Seite sehr steil mit offenen Felshalden abfällt. Hier wachsen hauptsächlich Buchen aber auch Eichen und Fichten. Manche Fichten sind durch Borkenkäfer abgestorben. Dazwischen gibt es aber auch noch grüne, offenbar sind diese nicht befallen worden. Schließlich erreiche ich die Wildenburg, ein hölzerner Aussichtsturm mit Gaststätte, großem Parkplatz, Kinderspielplatz, und so weiter. Obwohl heute Sonntag ist, ist hier noch nicht besonders viel los. Es dauert nicht lange, und ich laufe im Wald weiter.
Obwohl ich hier im Nationalpark bin, liegt teilweise Holz zum Abtransport durch LKW am Weg aufgeschichtet. Der Nationalpark ziemlich neu und in solchen Nationalparks gibt es eine Entwicklungszeit, die ziemlich lang sein kann, bis tatsächlich keine forstwirtschaftlichen Maßnahmen mehr durchgeführt werden dürfen. Denn grundsätzlich ist das Motto von Nationalparks: „Natur Natur sein lassen“. Das verträgt sich nicht mit menschlichen Eingriffen. Ich komme an einigen beeindruckenden Douglasien vorbei und steige dann im Zickzack auf einem Pfad durch die so genannte Rosselhalde ab. Das ist eine weitere Felslandschaft, teilweise offen, teilweise auch mit Birken, einigen Eichen, Buchen und Fichten bewachsen. Durchaus eindrucksvoll!
Ich überquere eine Straße und steige dann lange wieder steil auf. Es geht am Bärloch, einer winzigen Höhle vorbei, zur so genannten Festung Kirschweiler, markante Felsen auf einem Bergkamm. Ich bin hier immer noch im Nationalpark und durchquere große, zusammenhängende, alte Buchenwälder. Ein Schild verkündet, dass ein Weg hier nicht mehr gepflegt wird. In dem Zusammenhang stellt sich die Frage, warum man überhaupt noch Wege für Fahrzeuge braucht, in so kleinen Nationalparks wie in Deutschland, den zum Sinn von Nationalparks passen Fahrwege natürlich überhaupt nicht. Schließlich überschreite ich eine unsichtbare Grenze und bin im Wald außerhalb des Nationalparks.
Schließlich überquere ich eine große Straße. Jetzt geht es ein Stück talaufwärts, vorbei an einigen Teichen, die von zahlreichen Anglern bevölkert sind. Durch die offene Feldflur geht es dann nach Langweiler, ich hoffe, den Leuten dort ist nicht langweilig? Hier weiden viele braune Kühe auf den Wiesen. Es gibt Ferienhäuser im Blockhausstil und man hat einen schönen Ausblick über die Steinbachtalsperre.
Eine Figur namens Köhlerliesel lädt auf Tafeln Kinder ein, die Natur zu entdecken.
Bald bin ich wieder im Wald und treffe auf dem Weg runter zum Brückelchenbach tatsächlich einige Spaziergänger. Ansonsten ist der Wald auch an diesem Sonntag ziemlich einsam. Ich folge dem Bach eine ganze Zeit lang und laufe auch auf breiten Forstwegen. Es gibt hier noch viele alte Fichten, unter die man in kleinen Trupps an vielen Stellen junge Buchen gepflanzt hat. Super, das ist die Versicherung, wenn die Fichten durch Borkenkäfer oder Sturm absterben sollten. Hier auf 700 m Höhe liegt tatsächlich noch etwas Schnee! Auf Pfaden steige ich dann ab zum Ortelsbruch, durch das ein Bohlenweg führt. Tafeln geben Erklärungen zu den Mooren im Hunsrück, zu denen auch dieses gehört. Am Rand gibt es hier Moorbirken und auch einige Erlen. Vorher hatte ich schon eine Fichte gesehen, die von unten bis in einige Meter Höhe von mächtigen Krebsgeschwüren gezeichnet ist.
Schließlich geht es durch abwechslungsreichen Wald weiter an Hoxel vorbei zum Herchenbach, den ein eindrucksvolles Viadukt überspannt. Da mir eine Hütte zu offen und dicht am Weg ist, suche ich mir einen Platz in Bachnähe.




















Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen