Sonntag, 22. Februar 2026

WdH 17 Von Undeloh nach Bispingen

 



So, 22.2.2026


WdH 17: Von Undeloh nach Bispingen


8:01 h, 34,6 km, 280 hm Aufstieg, 283 hm Abstieg 


Zusammenfassung:  Morgens beim Frühstück erzählen mir Claudia und Robert, dass sie Frieden als Voraussetzung für eine gute Zukunft halten., wobei sie natürlich auch an ihre drei kleinen Kinder denken. In diesem Zusammenhang finden Sie es wichtig, dass der Zusammenhalt Europas noch stärker wird. 

An diesem verregneten Sonntag laufe ich mit Robert von Undeloh nach Bispingen. Dabei geht es durch das Herz des großen Naturschutzgebiets Lüneburger Heide mit dem Wilseder Berg als höchster Erhebung weit und breit. Über weite Strecken laufen wir durch ausgedehnte Heidekrautflächen in dieser leicht hügeligen Landschaft. Dabei unterhalten wir uns über zahlreiche Themen. Robert als Förster hält einen Ressourcen schonenden Umgang mit Rohstoffen für sehr wichtig, vor allem das Bauen mit Holz liegt ihm am Herzen. Da es ihm außerdem wichtig ist, sich vor Ort zu engagieren, ist er mit seiner Frau sofort in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten, nachdem die Familie in die Heidi gezogen war. Vor Niederhaverbeck kommen wir mit zwei jungen Frauen ins Gespräch. Joelle studiert Landschaftsökologie und macht ein Praktikum beim Verein Naturschutzpark, der sich um die Pflege des Naturschutzgebiet kümmert. Sie schaut hoffnungsvoll in die Zukunft und denkt, dass es irgendwie immer weitergeht. Im Gegensatz zu vielen anderen Leuten, nutzt sie keine sozialen Medien und verbringt stattdessen lieber mehr Zeit in der Natur. Obwohl es die ganze Zeit regnet, hat sie heute mit ihrer Freundin Janine, die in der Abfallwirtschaft arbeitet und sich ebenfalls keine großen Sorgen um die Zukunft macht, eine Wanderung auf den Wilseder Berg unternommen. 

Während wir weiter meist auf naturnahen Pfaden durch die vielfältige Landschaft laufen, wo zahlreiche, gut gemachte Infotafeln Wissen zur Heide vermitteln, unterhalten wir uns darüber, dass in Deutschland eigentlich ungerechte Systeme fest zementiert sind, wie beispielsweise die Ungleichbehandlung im Gesundheitssystem mit privater und gesetzlicher Krankenversicherung. Ebenso halten wir es für ungerecht, dass Beamte einen viel höheren Prozentsatz ihres Einkommens im Ruhestand als Pension erhalten im Vergleich zur Rentenversicherung. 

Vor Behringen erreichen wir den Rand des Naturschutzgebiets Wir überqueren die laute A 7 und erleben mit den Borsteler Kuhlen, einer tiefen Heide Senke, einen weiteren landschaftlichen Höhepunkt des Tages. Obwohl unser Regenzeug relativ dicht gehalten hat, sind wir dennoch froh, als wir schließlich Bispingen erreichen, wo uns Roberts Schwiegervater abholt, und wir zurück nach Nindorf fahren, wo ich eine weitere Nacht mit meinen freundlichen Gastgebern verbringen darf.


















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