Donnerstag, 12. Februar 2026

WdH 7 Groß Bäbelin- Neu Schwinz

 



11.2.2026


Von Groß Böbelin bis Neu Schwinz


9:59 h, 41,5 km, 204 hm Aufstieg, 221 hm Abstieg


Zusammenfassung: Fast den ganzen Tag laufe ich durch den Naturpark Nossentiner- Schwinzer Heide, das größte Waldgebiet Mecklenburg- Vorpommerns. Hier erlebe ich an diesem grauen Wintertag richtige Einsamkeit. Meist geht es auf Fahrwegen durch die überwiegend von Kiefern geprägten Wälder, aber entlang einiger Seen wandere ich auf schmalen Pfaden durch den Mischwald. Auf den vielen Informationstafeln kann man eine Menge über die Gegend lernen. 


In der Nacht fallen noch viele Tropfen von den Bäumen oder es regnet. Ich wache immer wieder auf, weil die Kälte aus dem verschneiten Boden nach oben kriecht. Nachdem ich im Zelt Müsli gefrühstückt habe, breche ich um kurz nach sieben wieder auf. Bald erreiche ich den Waldweg wieder dem ich nach Groß Bäbelin folge. Ab dort laufe ich durch die graue verschneite, offene Landschaft, in der die Wege meistens geräumt, aber dennoch Schnee bedeckt sind. Hier begleitet mich das ständige Rauschen der A 19. Einmal hoppelt ein Hase vor mir davon. Nachdem ich eine Straße überquert habe, folge ich einem Plattenweg. Ein Auto überholt mich, und ich gelange auf eine Straße, die mich nach Linstow führt. Hier beginnt schon der Naturpark Nossentiner Schwinzer Heide. Ein kleines Museum macht auf die Geschichte der Wolhyniendeutschen aufmerksam, die in der heutigen Ukraine gelebt haben und nach dem Krieg teilweise hierhin umgesiedelt wurden.Im Ort überquere ich das plätschernde Bächlein Nebel. Es wurde hier sogar ein Wasseramselweg angelegt. Ich folge dem Sträßchen weiter zum Ort Bornkrug, ab dem die Straße in den Wald führt. Ich bin jetzt in der Nossentiner Schwinzer Heide, dem größten Waldgebiet Mecklenburg-Vorpommern. Es scheint mir weitgehend von Kiefern geprägt zu werden, und erinnert an die Wälder Brandenburgs. Ich unterquere die A 16 und sehe bald Wolfsspuren und Kot der großen Raubtiere im Schnee. Es scheint hier sehr viel Wild zu geben, worauf die zahlreichen Fährten deuten. Einige Male sehe ich Damwild, darunter auch Hirsche mit großem  Geweih. Im Kiefernwald fehlt meist der Underwuchs aus anderen Bäumen, wie ich ihn zum Beispiel im  Müritzgebiet gesehen habe. Teilweise säumen alte Eichen den breiten Weg. Schließlich gelange ich zum Waldgut Glave, einer winzigen Ansiedlung und laufe auf einer Straße weiter. Hier kommt mir ein Auto entgegen. Bald führt die Straße am Waldrand entlang durch ein nebliges Wiesengebiet. Ein Stück weiter zweigt ein Pfad zu einem Beobachtungsturm für Seeadler ab. Bald geht es wieder in den Wald. Ich überquere eine Straße und laufe auf einem Radweg weiter. Schließlich gelange ich auf einen Fußpfad, der durch den Mischwald entlang des Paschensees führt.  Dann erreiche ich den kleinen Ort Wooster-Teerofen, wo ich niemand auf der Straße sehe. Immerhin gibt es einen Wohnwagen, der zur Bücherkiste umgebaut wurde. Bald bin ich wieder auf einemPfad. Dieser verläuft durch den Mischwald am Langhagensee vorbei. Gegenüber erstreckt sich ein Campingplatz, wo aber um diese Zeit natürlich nichts los ist. Einige Wacholder, die hier unter Kiefern, wachsen, geben der Landschaft ein ganz besonderes Gepräge. Bald verrät ein Schild, dass der Weg nun durch einen militärischen Sicherheitsbereich führt, aber legal benutzt werden darf. Schließlich gelange ich wieder auf einen Fahrweg. Der Weg führt abseits des Sees durch den Kiefernwald. Ein Stück folge ich dann wieder einem Pfad, bevor ich zurück auf den breiten Weg komme. Ein Pfad führt mich an zwei kleinen Seen vorbei. Ich gelange an einige ehemalige Bunker, die offenbar als Fledermausquartiere hergerichtet worden sind. Ein eigener Lehrpfad beschäftigt sich mit den Fledermäusen, die in dieser Gegend schon seit 1983 intensiv erforscht werden. Ich überquere eine größere Straße und folge dann einem Weg im Wald am Krummen See entlang. Im winzigen Ort Neu-Sammit, bin ich überrascht, ein großes Freizeit- und Familienhaus vorzufinden. Weiter geht es durch den Wald entlang dem von großen Eichen gesäumten Langsee. Es gibt hier aber auch beeindruckend hohe Douglasien. Bald verläuft der Weg in einigem Abstand vom See entlang einer baumgesäumte Wiese. Linker Hand grenzt ein hügeliger Wald an, indem es auch wieder mehr Laubbäume gibt.Vor Alt-Sammit kommt mir ein Radfahrer entgegen, der mit seinem Hund unterwegs ist. Da sein Rad nur sehr schmale Reifen hat, schlittert er ziemlich dahin. Der Weg führt nicht in den Ort, sondern am Waldrand entlang. Danach folge ich einer Allee mit einer hohen Böschung weiter durch die Felder. Hier kommt mir tatsächlich ein Wanderer entgegen, mit kleinem Rucksack. Allerdings reagiert er auf meinen Versuch, mit ihm ins Gespräch zu kommen, eher abweisend, so gehen wir wieder auseinander.Es  ist jetzt ziemlich neblig und die Landschaft wirkt grau und ungemütlich. Bald geht es in ein großes Waldgebiet, wo es neben Kiefern auch Buchen gibt. Wie heute den ganzen Tag stoße ich immer wieder auf Naturschutzgebietschilder, meistens mit dem Zusatzschild „ Betreten verboten“Ein Stück weiter unterrichtet eine Tafel über das Naturwaldreservat Jellen. Hier werden einige Hektar eines Kiefernbestandes geschützt, der schon 1791 begründet wurde. D.h. diese Kiefern sind mittlerweile über 230 Jahre alt! Bereits nach 16:00 Uhr kommt mir tatsächlich noch ein Auto entgegen. Die Kiefern und auch Lärchenbestände hier sind oft mit Buchen unterstanden.Ich komme durch den winzigen Wald Ort Jellen, wo ich zwar keinen Menschen sehe, aber die Häuser noch bewohnt zu sein scheinen.Da ich den ganzen Tag noch kein Wasser aufgenommen habe, fülle ich an einer Pfütze, wo das Wasser über dem Eis steht,  mit meiner Falttasse 1 l Wasser in meine Flasche ab.

Kurz darauf passiere ich die etwa vier Häuser von Neu Schwinz. Es beginnt stärker zu regnen, daher schlage ich schon um kurz nach 17:00 Uhr mein Zelt, unweit des Weges und auch in Straßennähe auf.






















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